Brasilien lehnte Visaanträge zweier Mitarbeiter des US-Außenministeriums ab, die in das Land kommen wollten, um die Integrität des brasilianischen Wahlsystems in Frage zu stellen. Das teilten Reuters am Samstag zwei brasilianische Beamte mit, die über die Angelegenheit informiert waren.

Quellen, die aufgrund der Sensibilität der Angelegenheit anonym bleiben wollten, teilten Reuters mit, dass der abgelehnte Plan der USA darauf abzielte, auf die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Brasilien Einfluss zu nehmen, die im Oktober stattfinden.

Im Rennen treten der amtierende linkszentristische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und der Senator Flávio Bolsonaro an — der wichtigste Verbündete des US-Präsidenten Donald Trump.

Laut Quellen lehnte die brasilianische Regierung am Freitag Visumanträge ab.

Zur US-Delegation sollten der stellvertretende Außenminister Riley M. Barnes aus dem Büro für Demokratie, Menschenrechte und Arbeit sowie Samuel Sampson, stellvertretender Assistent des Außenministers aus demselben Büro, gehören.

Das US-Außenministerium antwortete nicht umgehend auf eine Anfrage nach einem Kommentar.

Zum ersten Mal wurde über die geplante Reise amerikanischer Beamter von der Zeitung Washington Post berichtet.

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