Ich habe mich in Babylon eingearbeitet, und ich muss zugeben, dass mich der Abschnitt „Finality Providers“ ausgebremst hat. „Bitcoin-Staking ohne Wrapping von BTC“ klang wie ein weiterer schicker Krypto-Slogan, bis ich verstanden habe, was Babylon eigentlich verändern will: nicht Bitcoin selbst, sondern die Art und Weise, wie seine Sicherheit anderswo genutzt werden kann.

Mit Babylon bleibt BTC im Zeit-Lock-Skript auf dem Bitcoin-Netzwerk. Ein Inhaber delegiert sein wirtschaftliches Gewicht an einen Finality Provider, der dabei hilft, Blöcke in einem anderen Netzwerk zu bestätigen. Wenn dieser Provider zwei widersprüchliche Historien signiert, kann das System das Fehlverhalten aufdecken und einen Teil des BTC als Sicherheit kürzen, das ihm zugrunde liegt.

Was ich interessant finde, ist, dass Babylon Vertrauen nicht so sehr abschafft, sondern es neu anordnet. Es gibt keinen verpackten Token oder keinen Bridge-Custodian, der die Original-Coins verwahrt, aber es gibt weiterhin Finality Providers, Covenantsignierer, Monitoring-Dienste und jede Menge Software, die korrekt funktionieren muss. „Native“ heißt nicht „risikofrei“.

Die schwierigere Frage ist jedoch ökonomisch. Werden andere Netzwerke genug zahlen für die durch Bitcoin abgesicherte Sicherheit, oder hängen die Belohnungen größtenteils von Token-Emissionen ab? Babylons Technologie kann belegen, dass BTC Aktivitäten absichern kann, ohne Bitcoin zu verlassen. Der anhaltende Wert wird jedoch davon abhängen, ob auf der anderen Seite echte Nachfrage entsteht.

#baby @BabylonLabs_io $BABY