USA wirft Kimi K3 eine Fable-Destillation vor – „Dark Side of the Moon“ könnte wegen möglicher Sanktionen ins Visier geraten

Der US-Technologiepolitik-Verantwortliche im Weißen Haus, Michael Kratsios, macht geltend, „Dark Side of the Moon“ habe durch die Destillation von Anthropic’ Fable Kimi K3 trainiert. „Destillation“ bedeutet, die Ausgaben eines starken Modells zu nutzen, um ein anderes Modell zu trainieren. Anschließend erklärte der US-Finanzminister Scott Bessent, dass Sanktionen und die Aufnahme auf die Entity-List in Betracht gezogen würden.

Kratsios zufolge habe „Dark Side of the Moon“ eine interne Plattform aufgebaut, die das Umschalten zwischen verschiedenen Zugangskanälen ermögliche, um der Erkennung zu entgehen. Außerdem habe „Dark Side of the Moon“ Server mit der Nvidia GB300 gekauft und die entsprechenden Chips in Thailand eingesetzt. Kratsios legte keine öffentlich zugänglichen Belege vor.

Anthropic hatte im Februar dieses Jahres behauptet, „Dark Side of the Moon“ habe über Hunderte gefälschter Konten mit Claude mehr als 3,4 Millionen Mal interagiert, wobei es besonders auf Fähigkeiten für Agenten-Logik, Tool-Use, Programmierung und Datenanalyse abzielte. „Dark Side of the Moon“ hatte damals nicht auf Anfragen der Medien zu einer Stellungnahme reagiert.

Auch auf diese Vorwürfe hat „Dark Side of the Moon“ bislang nicht geantwortet. Die chinesische Botschaft in den USA erklärte, die Aussagen hätten „überhaupt keine Grundlage“. Innerhalb der US-Regierung ist bislang noch kein einheitlicher Plan entstanden: Das Weiße Haus setzt sich für strengere Einschränkungen ein, während das Handelsministerium davon ausgeht, dass ein umfassendes Verbot kaum durchsetzbar sei.$OPENAI