Gold, Bitcoin und Ethereum haben auf dem Papier fast nichts gemeinsam. Das eine ist ein Metall, das Menschen seit 5.000 Jahren gehortet haben. Das andere ist digitale Knappheit. Das dritte ist eine Smart-Contract-Plattform. Und doch haben alle drei nebeneinander gelegt – 2026 – die exakt gleiche Form nachverfolgt: einen steilen Rückgang von den Allzeithochs (a), eine partielle Erholung (b), einen letzten Retest (c) und nun erste Anzeichen für eine Wende.

Gold erreichte am 29. Januar $5.595, stürzte im Februar auf $4.099 ab, prallte im April auf $4.792 zurück und testet gerade das Februar-Tief bei etwa $4.127 erneut – ein Lehrbuch-Beispiel für ein doppeltes Bottom, aber noch nicht bestätigt. Bitcoin erreichte im Oktober $126.200, fiel im Februar nahe $57.000 auf ein Tief, erholte sich auf $74.000 im April und hat gerade seine absteigende Trendlinie durchbrochen – auf dem Weg zu einem 5-Wochen-Hoch über $66.500. Ethereum erreichte im August nahe $4.946 seinen Höhepunkt, fand sein erstes Tief nahe $1.850 im Februar, erholte sich auf $2.450 im April und tat dann etwas, was die beiden anderen nicht getan haben: Es brach im Juni unter sein eigenes Februar-Tief aus und fiel auf $1.550, bevor es sich schließlich drehte.
Diese letzte Einzelheit ist die, mit der man sich beschäftigen sollte. Gold und BTC haben sich wie geplant am Tiefpunkt getroffen und sind dann weitergelaufen. Die Korrektur bei ETH dauerte einen Monat länger und brach dabei ihre eigene Struktur, bevor sie sich von der textbook-Definition einer „unregelmäßigen“ Korrektur wieder erholt hat – und zwar typischerweise im schwächeren, stärker emotional getriebenen Muster der drei. Seit jenem Juni-Tiefpunkt jedoch hat ETH tatsächlich die sauberste Erholungsstruktur der Gruppe aufgebaut: eine stetige Treppe höherer Tiefs, Woche für Woche, während Gold noch immer darum kämpft, seine Tiefzone zu halten, und BTC seine Trendlinie bereits durchbrochen hat.
Keines dieser drei Assets spricht mit dem anderen. Sie teilen sich weder eine Zentralbank, noch einen Emissions-/Angebotsplan oder einen Use-Case. Wenn unabhängige Assets in demselben 6-8-Wochen-Zeitraum am Tiefpunkt landen und von strukturell identischen Niveaus abprallen, dann sind das nicht drei Zufälle, sondern ein gemeinsamer makroökonomischer Strom, der darunter alles durchzieht – höchstwahrscheinlich Zinssenkungs-Erwartungen und eine sich im Gleichschritt bewegende Risikobereitschaft über alle Anlageklassen hinweg.
Erste Ziele, falls das Muster sich bestätigt: Gold ~$4.792, BTC ~$74.000, ETH ~$2.450 – allesamt lediglich die vorherigen (b)-Bounce-Niveaus, also das konservativste Ziel, das der Elliott-Wave-Ansatz dir gibt. Das sind Szenarien, die aus realen Swing-Punkten abgeleitet sind, keine Gewissheiten, und insbesondere Gold hat bislang noch nichts bestätigt.
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