In einer Erklärung zum einjährigen Bestehen der parteiübergreifenden Verabschiedung des Digital Asset Market Clarity (CLARITY)-Gesetzes bekräftigten die Vorsitzenden des Ausschusses ihre Warnung, dass das aktuelle Paradigma der „Regulierung durch Vollzug“ die amerikanische Innovation erstickt. Gesetzgeber betonten, dass das anhaltende Fehlen regulatorischer Stabilität bereits dazu geführt habe, dass Unternehmen für digitale Vermögenswerte ins Ausland abwanderten, wodurch der gesetzgeberische Rahmen entscheidend sei, um die Position der Vereinigten Staaten im Zentrum der globalen digitalen Wirtschaft zu wahren.
Das Jubiläum naht, während die Rechnung weiter im Schwebezustand verharrt und seit letztem Jahr im Senat feststeckt. Trotz zunehmenden Drucks aus der Industrie sieht sich die Gesetzgebung Gegenwind von Finanzinstituten und politischer Opposition gegenüber.
Jüngste Vorwürfe in Bezug auf die persönlichen Krypto-Einnahmen von Donald Trump haben die Entwicklung des Gesetzes zusätzlich verkompliziert, während Gegner versuchen, die Kontroverse zu nutzen, um seinen Schwung zu stoppen. Dennoch bleiben Befürworter zuversichtlich, dass noch vor der August-Pause eine Abstimmung im Senat stattfinden könnte – ein Meilenstein, der einen großen Schritt hin zu einem klar definierten Bundesrahmen für die Digital-Asset-Branche darstellen würde.
„Sobald das passiert ist, verlagert sich der Fokus der Branche vom bloßen Anziehen von Kapital hin zur Schaffung transparenter, hochwertiger Anlagemöglichkeiten, die diese Liquidität in der realen Wirtschaft zum Einsatz bringen können“, sagte Grigorov.
Obwohl es Einigkeit darüber gibt, dass das CLARITY-Gesetz ein Schritt nach vorn ist, argumentieren einige Befürworter eines pro-Bitcoin-Marktes, der Rahmen sei zu stark auf Emittenten von Utility-Tokens und auf Kennzahlen zur „Dezentralisierungs-Reife“ zugeschnitten. Mark Zalan, CEO von Gomining, wies darauf hin, dass diese Regeln für Bitcoin weniger Nutzen hätten – etwas, das Regulierungsbehörden seit langem als Commodity akzeptieren.
„Für Bitcoin, das noch immer mehr als die Hälfte des Krypto-Ökosystems ausmacht, bleiben die größten regulatorischen Lücken weiterhin unadressiert“, erklärte Zalan. „An vorderster Stelle steht dabei die steuerliche Behandlung. Da Bitcoin als Eigentum behandelt wird, löst jede einzelne Transaktion ein steuerpflichtiges Ereignis aus – was es für den täglichen Handel sowohl für Verbraucher als auch für Händler unpraktisch macht.“
Stattdessen, so Zalan, würde eine gezielte De-minimis-Steuerbefreiung für kleine Transaktionen – kombiniert mit klaren, ausdrücklichen Schutzbestimmungen für Self-Custody, Mining und nicht treuhänderisch verwaltete Infrastruktur – viel mehr dazu beitragen, die wirtschaftliche Nutzbarkeit von Bitcoin freizuschalten, als allein umfassende Regeln zur Marktstruktur.
