📊 Makro-Überblick
— Wöchentlicher Marktüberblick

Die makroökonomische Lage hat sich diese Woche entscheidend zugunsten von Bitcoin gedreht: Der Juni-CPI fiel schwächer aus als erwartet und löste eine breite Erholung bei risikoreichen Assets aus. Gleichzeitig kam es nach drei Wochen Abflüssen zu einer scharfen Umkehr bei den Zuflüssen in Krypto-ETFs.

Der USD schwächte sich ab, nachdem der CPI bei 3,5% im Jahresvergleich (gegenüber 4,2% zuvor) lag; das entspricht im Monatsvergleich (MoM) -0,4% — der erste negative Monatswert seit Anfang 2020. Auch die Kerninflation ließ nach, was die Markterwartungen bestärkte, dass der nächste Schritt der Fed eine Senkung sein wird und keine Erhöhung.

• S&P 500 +1,1% | DXY ~101

Der S&P 500 schloss nahe 7.437 nach 7.354, während sich auch der Dow Jones und der Nasdaq weiter nach oben bewegten. Das Konsumvertrauen stieg auf 54,4 von 49,5, und der Manufacturing-PMI lag bei 53,9 — weiterhin expansionsfähig. Der Anleihemarkt preiste eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung bis zum Jahresende ein.

Gold zog zusammen mit $BTC nach oben — gestützt durch den schwächeren Dollar und fallende Realrenditen. Der DXY hielt sich bei 101, und die Zinserhöhungs-Erzählung verblasste nach dem schwachen CPI-Datenpunkt vollständig. Das verschaffte risikoreichen Assets spürte Entlastung.

Die Fed hielt die Zinsen in der Junisitzung bei 3,75% — und der Juni-CPI-Datenpunkt führt dazu, dass die Märkte nun eine geringere Wahrscheinlichkeit für irgendeine Zinserhöhung im Jahr 2026 einpreisen. Der nächste große Test für die Makro-Erzählung ist das FOMC-Treffen am 28.–29. Juli, bei dem der Dot-Plot und der Ausblick (forward guidance) genau beobachtet werden.

Im regulatorischen Bereich: Das japanische Parlament hat am 15. Juli richtungsweisende Gesetzesänderungen verabschiedet. Dabei wird Krypto als Finanzanlage im Sinne des Financial Instruments and Exchange Act anerkannt — mit einem pauschalen Steuersatz von 20% ab 2028.

Für $BTC hat sich das makroökonomische Bild plötzlich aufgehellt. Der schwächere CPI war der wichtigste makroökonomische Auslöser seit Monaten und lieferte ein klares dovishes Signal. Das bislang feindseligste makroökonomische Umfeld seit Ende 2024 scheint sich nun zu entspannen.