Das Bitcoin-Protokoll-„Layer“ streitet derzeit über eine sehr grundlegende Sache: BIP-110 (Reduced Data Temporary Softfork).

Ganz einfach gesagt: Das ist keine Kursstory, sondern ein Konsenskonflikt darüber, was in die Blockdaten passt, bzw. wofür Blockspace genutzt werden kann:
- Der Vorschlag setzt auf einen Softfork mit einjähriger Laufzeit und will willkürliche Daten-Onchain einschränken (z. B. größere OP_RETURN / bestimmte Witness-Verwendungen), um die Kette stärker auf den Geldzweck zu fokussieren
- Auch die Startschwelle ist umstritten: Im Diskurs tauchen neben den üblichen hohen Schwellen für den Bergmannssignal (Miner-Signal) auch niedrigere Entwurfsschwellen auf; es gibt Befürchtungen hinsichtlich Forks und Präzedenzrisiken
- Befürworter: weniger Spam, knappen Blockspace für Überweisungen und Abwicklung freihalten
- Gegner (inkl. Saylor und weiteren öffentlichen Kommentaren): Man sollte Konsens nicht dazu nutzen, den Zweck zu prüfen; Spam sollte eher dem Gebührenmarkt und den Relay-Policies der Knoten überlassen werden

Als Gegenlinie gilt die Idee von DOG Mode, die nur Relay-Richtlinien ändert, ohne den Konsens anzufassen – auch dort geht es um Datenlast, aber der Pfad ist ein völlig anderer.

Aktuell deuten öffentliche Berichte weiterhin darauf hin, dass das Miner-Signal eher niedrig ist und die Meinungen in der Community gespalten sind; die Details und der Fortschritt des Vorschlags hängen von dem BIP und den Entwicklerdiskussionen ab.

Informationsquelle CoinDesk:
https://www.coindesk.com/tech/2026/07/19/bitcoin-s-biggest-advocate-michael-saylor-says-new-plan-to-clean-up-the-blockchain-is-a-bad-idea
https://www.coindesk.com/tech/2026/07/17/bitcoin-s-anti-spam-fight-gets-a-dog-mode-reply

#Bitcoin #BIP110
Informationszusammenstellung, keine Anlageberatung