20–24. Juli 2026 | Wöchentlicher Risiko-Kalender (UTC+3) 🎯 Wöchentlicher Schwerpunkt Der Juni-CPI verlangsamte sich von 4,2 % auf 3,5 % und verzeichnete damit den stärksten monatlichen Rückgang seit April 2020. Der Core-CPI fiel auf 2,6 % und lag damit deutlich unter den Erwartungen. Auch der PPI sank um 0,3 % im Monatsvergleich und verzeichnete damit seinen ersten monatlichen Rückgang seit 2024. Märkte, die zwischenzeitlich nahezu eine 50%ige Wahrscheinlichkeit für eine Fed-Zinserhöhung im Juli eingepreist hatten, drehten nach den Inflationsdaten stark um: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen unverändert bleiben, liegt nun bei 92,5 %. 📅 Wirtschaftskalender Donnerstag – 23. Juli 15:30 TRT — Erste Arbeitslosenansprüche Die Zahlen haben sich im vergangenen Monat zwischen 207.000 und 215.000 stabil gehalten. Das deutet auf einen sich abkühlenden Arbeitsmarkt hin, aber nicht auf eine Verschlechterung. Nach dem schwachen Bericht zu den Nonfarm Payrolls im Juni (57K) könnten die Zahlen dieser Woche anzeigen, ob diese Abschwächung nur vorübergehend war oder der Beginn eines breiteren Trends. 16:15 TRT — EZB-Zinsentscheidung 16:45 TRT — Pressekonferenz des EZB-Präsidenten Christine Lagarde Nachdem die Zinsen im Juni auf 2,25 % angehoben wurden, wird allgemein erwartet (88 % Wahrscheinlichkeit), dass die EZB die Geldpolitik unverändert lässt. Da keine aktualisierten Konjunkturprognosen vorliegen, werden die Märkte sich vollständig auf die geldpolitische Erklärung und den Tonfall von Lagarde konzentrieren. Die entscheidende Frage ist, ob die Entspannung bei der energiegetriebenen Inflation in Europa durchschlägt oder ob die EZB weiterhin die Tür für eine weitere Zinserhöhung im September offenlassen will. Freitag – 24. Juli 16:45 TRT — U.S. S&P Global Flash PMI (Juli) ⚡ Krypto & Marktrisiken Flash-PMI-Preis-Komponenten (Freitag) Wenn sowohl die US- als auch die europäischen Umfragen nachlassenden Druck bei den Input-Preisen zeigen, könnten die Märkte zu dem Schluss kommen, dass die Inflation sich tatsächlich abschwächt. Die Erwartungen für eine Zinserhöhung im September könnten unter die aktuellen 63 % fallen und damit ein unterstützenderes Umfeld für Kryptowährungen schaffen. Wenn die Preisbestandteile jedoch weiterhin hoch bleiben, könnten die eher nachsichtigen CPI- und PPI-Werte von letzter Woche als vorübergehende Ausreißer betrachtet werden – mit der Folge, dass sich die Erwartungen auf weiteres Fed-Straffen wieder erhöhen und der Druck auf Risk Assets $BTC $XRP