KI-Speicherangebot und -nachfrage sind angespannt und könnten sogar noch ernster sein als vom Markt erwartet

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Der Vorsitzende von SK Hynix, Choi Tae-won, sagte kürzlich, die durch KI getriebene Halbleiter-Knappheit werde sich im nächsten Jahr noch weiter ausweiten, und die Speicherpreise stünden weiterhin unter Aufwärtsdruck

Nach seiner Einschätzung:

2026 wird die KI-Halbleiternachfrage im Jahresvergleich voraussichtlich um 60%-100% steigen;

die Wachstumsrate der gesamten Speichersemi-Nachfrage dürfte bei 50%-60% liegen

Auf der anderen Seite planen die wichtigsten globalen Speicherhersteller jedoch keine großangelegte Produktionsausweitung

Das bedeutet, dass sich die Widersprüche zwischen Angebot und Nachfrage in der kommenden Zeit voraussichtlich weiter verschärfen werden

Choi Tae-won beschreibt sogar, dass die Intensität des globalen Ringens von Unternehmen um Speicherlieferungen bereits nahe an eine „Panik“ herangerückt ist

Die zentrale Veränderung dahinter ist, dass KI die Speicherbranche neu definiert

Früher kam die Nachfrage nach DRAM und NAND hauptsächlich aus dem Konsumelektronikbereich wie PCs und Smartphones

Doch heute ist das KI-Rechenzentrum zur neuen Super-Nachfragequelle geworden

Für das Training großer Modelle und die Inferenzdienste wird eine große Menge an leistungsfähigem Speicher benötigt

Insbesondere HBM

Es ist bereits eine Schlüsselkomponente im KI-GPU-Ökosystem

Das Wachstum der Nvidia-GPU-Auslieferungen hängt genau mit dem steigenden Bedarf an HBM zusammen

Gleichzeitig zeigt sich auch die angespannte Rechenleistung auf der Anwendungsseite von KI weiterhin deutlich

Der chinesische KI-Konzern Moonshot AI kündigte unter seiner Marke Kimi an, die Abonnements für neue Nutzer im C-Bereich auszusetzen und die vorhandene Rechenleistung zuerst der Qualität für bereits abonnierte Nutzer zu sichern

Das spiegelt im Grunde dasselbe Problem wider:

Das Wachstumstempo der KI-Nachfrage übersteigt die Geschwindigkeit des Ausbaus der Infrastruktur

Vom Chip bis zum Rechenzentrum befindet sich die gesamte KI-Wertschöpfungskette weiterhin in einer Phase von Angebotsknappheit

Für US-Aktieninvestoren verlagert sich der Fokus zunehmend von „Wer hat das stärkste KI-Modell?“ hin zu „Wer kann die knappste Basisinfrastruktur für das KI-Zeitalter bereitstellen?“

Speicher, HBM, fortschrittliche Verpackung (Advanced Packaging) und optische Kommunikation könnten dabei die Richtungen sein, in die sich die Neubewertung des Kapitals in der nächsten Phase verlagert

Zuvor sorgte sich der Markt darum, dass KI-Investitionen zu heiß laufen

Doch die Rückmeldungen aus der Branche deuten darauf hin, dass das eigentliche Problem möglicherweise nicht ein Mangel an Nachfrage ist, sondern dass die Lieferung nicht mitkommt

Die nächste Phase im KI-Wettbewerb ist nicht nur ein Wettbewerb um Rechenleistung, sondern auch um Speicherfähigkeit und die Fähigkeit, Infrastruktur bereitzustellen