Bei der Anhörung im US-Kongress am 15. Juli erklärte der Vorsitzende der US-Notenbank (Fed), Wösch, dass er sämtliche Vermögenswerte, die er vor seiner Amtsübernahme als Vorsitzender erhalten hatte, verkaufen und in Zahlungsmitteläquivalente sowie kurzfristige US-Staatsanleihen umwandeln werde.
Formal handelt es sich um eine proaktive „überobligatorische Compliance“, aber viele interpretieren es auch so: In einem Umfeld, in dem die Inflation noch bei rund 4% liegt und die Zinsausblicke unklar sind, entscheidet man sich dafür, auf die Seite der kürzeren Duration zu wechseln—also mit Cash und kurzfristigen US-Staatsanleihen gegen die Unsicherheit in der Zukunft abzusichern.
Noch subtiler ist, dass Wösch einerseits betont, dass die jüngsten Inflationsdaten den zugrunde liegenden Druck nicht vollständig widerspiegeln, und zugleich erwartet, dass in den kommenden 12 Monaten die Künstliche Intelligenz messbare Preise spürbar nach oben treiben könnte; während Fed-Vorsitzender William, der Präsident der New Yorker Fed, hingegen der Ansicht ist, dass die Inflation möglicherweise bereits ihren Höhepunkt erreicht hat und die Position der Geldpolitik „in Ordnung“ ist.
Wenn innerhalb der eigenen Auffassungen eine solche Divergenz auftritt, wird der persönliche Wechsel des Vorsitzenden von „längerfristigen Vermögenswerten halten“ zu „Cash ist König“ nicht mehr nur zu einer rein formalen Maßnahme, sondern könnte zu einem Signal werden, das der Markt als Referenz für die zukünftigen Pfade von Inflation und Zinsen interpretiert. Erst wenn man sieht, wie sich die Daten weiter entwickeln, weiß man, ob dieser Schritt eher eine Überreaktion in der Defensive war oder ob man vorausschauend vorgebeugt hat.
Formal handelt es sich um eine proaktive „überobligatorische Compliance“, aber viele interpretieren es auch so: In einem Umfeld, in dem die Inflation noch bei rund 4% liegt und die Zinsausblicke unklar sind, entscheidet man sich dafür, auf die Seite der kürzeren Duration zu wechseln—also mit Cash und kurzfristigen US-Staatsanleihen gegen die Unsicherheit in der Zukunft abzusichern.
Noch subtiler ist, dass Wösch einerseits betont, dass die jüngsten Inflationsdaten den zugrunde liegenden Druck nicht vollständig widerspiegeln, und zugleich erwartet, dass in den kommenden 12 Monaten die Künstliche Intelligenz messbare Preise spürbar nach oben treiben könnte; während Fed-Vorsitzender William, der Präsident der New Yorker Fed, hingegen der Ansicht ist, dass die Inflation möglicherweise bereits ihren Höhepunkt erreicht hat und die Position der Geldpolitik „in Ordnung“ ist.
Wenn innerhalb der eigenen Auffassungen eine solche Divergenz auftritt, wird der persönliche Wechsel des Vorsitzenden von „längerfristigen Vermögenswerten halten“ zu „Cash ist König“ nicht mehr nur zu einer rein formalen Maßnahme, sondern könnte zu einem Signal werden, das der Markt als Referenz für die zukünftigen Pfade von Inflation und Zinsen interpretiert. Erst wenn man sieht, wie sich die Daten weiter entwickeln, weiß man, ob dieser Schritt eher eine Überreaktion in der Defensive war oder ob man vorausschauend vorgebeugt hat.
