In der Gemeinde Drammen im Süden Norwegens, 50 Kilometer westlich von Oslo, geht am Samstag, dem 18. Juli, der Kampf gegen einen großen Brand weiter, den die Medien als den größten im Land seit dem Zweiten Weltkrieg bezeichnen. Der Feuerausbruch am Vortag hat bereits mehr als 100 Wohnhäuser in der Ortschaft Krokstadelva zerstört und auf den nahegelegenen Wald übergegriffen, berichtet das Medienunternehmen NRK.

Vor Ort sind 12 Feuerwehrfahrzeuge und zwei Hubschrauber im Einsatz; weitere vier Hubschrauber sind auf dem Weg. Etwa 400 Anwohner wurden evakuiert. Zehn Menschen haben Rauch eingeatmet, zwei von ihnen wurden ins Krankenhaus gebracht. Außerdem hat sich ein Polizist leichte Verletzungen zugezogen.

Am Morgen des 18. Juli schrieb der interkommunale Feuerwehrdienst des Kreises (der Provinz) Vestfold auf Facebook, dass es gelungen sei, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Die Löscharbeiten werden jedoch den ganzen Tag über fortgesetzt: Es gibt noch mehrere Brandherde – sowohl in Wohngebieten als auch im Wald.

Waldbrände in Europa

Vor dem Hintergrund extremer Hitze und Trockenheit Anfang Juli brachen in Spanien, Frankreich, Portugal und Griechenland Waldbrände aus. Dabei wurden Tausende Menschen evakuiert und Tausende Hektar Vegetation zerstört. Infolge eines Waldbrands in der spanischen Provinz Almería starben 13 Menschen.

In Frankreich sind mehr als 1300 Hektar Wald im Gebiet von Fontainebleau bei Paris abgebrannt. Zwei Personen wurden in Verdacht genommen, bei einem „vorsätzlichen oder versehentlichen Brandstiftungsdelikt“ beteiligt gewesen zu sein.

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