𝗗𝗲𝗿 𝗦𝗽𝗿𝗶𝗻𝗴 (𝗞𝗮𝘂𝗳𝗲𝗻𝗱𝗲 𝘀𝗲𝘁-𝗛𝗮𝗻𝗱𝗹𝘂𝗻𝗴)

In dieser Reihe haben wir die drei Wyckoff-Gesetze, die vier Marktphasen und die Muster behandelt, die das intelligente Geld hinterlässt.

Aber das Muster zu kennen ist nur der erste Schritt.

Viele Trader erkennen zwar einen Spring oder einen Upthrust, verlieren aber trotzdem Geld, weil sie zu früh einsteigen, ihren Stop falsch setzen oder nicht wissen, wo sie Gewinne mitnehmen sollen.

Also werden wir in den nächsten beiden Teilen aufschlüsseln, wie man diese beiden hochwahrscheinlichen Wyckoff-Setups tatsächlich handelt.

SETUP 1: DEN SPRING HANDELN


Der Spring, wie wir ihn in Teil 3 (Akkumulation) behandelt haben, ist der letzte Shakeout, bevor Smart Money den Preis nach oben treibt.

Es ist eines von Wyckoffs stärksten Kaufs-Setups – aber nur, wenn du es richtig handelst.

So geht’s.

🔹 Schritt 1: Die Akkumulationsrange identifizieren

Bevor du einen Spring handeln kannst, brauchst du eine Range, aus der er entstehen kann.

Achte auf eine lange seitliche Konsolidierung nach einem klaren Abwärtstrend. Der Preis sollte zwischen einem definierten Support- und Widerstandsniveau hin- und herpendeln.

Je länger die Range sich bildet, desto bedeutender wird der Spring, wenn er dann kommt.

Keine Range, kein Spring.

Suche nicht in der Mitte eines Trends nach Springs.

🔹 Schritt 2: Auf den Spring warten

Steig nicht zu früh ein. Hier verlieren die meisten Trader Geld.

Warte, bis der Preis unter den Support der Range bricht.

Dieser Ausbruch ist der Spring in Bewegung.

Aber ein Ausbruch allein reicht nicht. Als Nächstes brauchst du eine Bestätigung.

🔹 Schritt 3: Auf Bestätigung warten

Der Spring ist erst dann bestätigt, wenn der Preis wieder über den Support zurückkehrt, den er gerade durchbrochen hat.

Das ist entscheidend. Wenn der Preis unter den Support bricht und weiterläuft, ist das kein Spring. Das ist ein Breakdown.

Die Bestätigung ist, dass der Preis wieder über den Support schließt – das zeigt, dass der Verkaufsdruck absorbiert wurde und Käufer jetzt die Kontrolle haben.

Dieser eine Schritt allein bewahrt dich davor, fallende Messer zu kaufen.

🔹 Schritt 4: Beim Pullback einsteigen

Sobald der Spring bestätigt ist, hinterherlaufen dem Preis nicht.

Nach der Bestätigungskerze auf einen kleinen Pullback warten.

Dieser Pullback ist dein Einstiegspunkt und bietet dir normalerweise einen engeren Stop sowie eine bessere Chance auf ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis.

🔹 Schritt 5: Setze deinen Stop-Loss

Dein Stop-Loss liegt knapp unter dem Tief des Springs.

Die Logik ist einfach.

Wenn der Spring echt war, sollte der Preis nicht mehr unter dieses Tief zurückkehren.

Wenn nicht, ist das Setup ungültig und du willst aussteigen, bevor aus einem kleinen Verlust ein großer wird.

🔹 Schritt 6: Setze dein Ziel

Dein erstes Ziel ist die Spitze der Akkumulationsrange.

Das ist das Minimum.

Wenn die Markup-Phase wie erwartet folgt, kann der Preis deutlich über dieses Niveau hinaus drücken.

Du kannst Teilgewinne am oberen Ende der Range mitnehmen und den Rest weiter bis in die Markup-Phase laufen lassen.

Der Spring ist eines von Wyckoffs stärksten Kaufs-Setups, weil es zeigt, wann die Verkaufsnachfrage absorbiert wurde und die Käufer bereit sind, die Kontrolle zu übernehmen.

Aber jede Akkumulation hat ihr Gegenstück.

In Teil 5 schauen wir uns das entgegengesetzte Setup an: den Upthrust – und wie kluges Geld ihn nutzt, um Käufer vor einem Rückgang hereinzulegen.

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