Über dem Geschäftsviertel Dubai Business Bay, das sich in der Nähe des Burj-Khalifa-Wolkenkratzers befindet, waren am Donnerstagabend, dem 16. Juli, laute Explosionen zu hören. Das berichtet Euronews unter Berufung auf seinen Journalisten in der Stadt. Wie Zeugen berichten, habe ein Luftabwehrsystem am Himmel über der Stadt Raketen während der wiederaufgenommenen Angriffe des Iran abgefangen, schreibt die Zeitung. Zeugen in Business Bay meldeten außerdem laute Geräusche, wie auch Reuters berichtet.

Dabei bezeichnete das offizielle Medienbüro von Dubai in einem Beitrag auf X „die Reuters-Meldung über Explosionen“ in der Stadt als falsch und erklärte, man werde Maßnahmen gegen Medien ergreifen, die „Fake News oder nicht überprüfte Informationen über Dubai“ veröffentlichen.

Der Iran hat die Angriffe auf das Territorium benachbarter Staaten vor dem Hintergrund der faktischen Auflösung der Waffenruhe in dem Krieg gegen die USA wiederaufgenommen. Am Donnerstag hätten der Iran und die USA laut Reuters aktiv die Stellungen des jeweils anderen angegriffen. Am Mittwoch habe Washington erstmals seit der Unterzeichnung des Memorandums of Understanding im Juni zwei große Wellen von Luftangriffen innerhalb eines Tages gestartet – hauptsächlich gegen Ziele in der Nähe der Küste im Süden des Iran, schreibt die Agentur. Der Iran habe seinerseits mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Militärbasen in den Ländern der Region geantwortet, darunter auf die erst kürzlich erweiterte Basis in Jordanien, behauptet er.

Die meisten Aktienmärkte der Länder am Persischen Golf sind am Donnerstag gefallen, weil es wieder zu Angriffen gekommen sei und der Iran die Straße von Hormus erneut blockiert habe, so Reuters. Der wichtigste Aktienindex in Dubai fiel um 0,3 %, wobei die Papiere der Dubai Islamic Bank am stärksten nachgaben. Der Index in Abu Dhabi sank um 0,5 %, der saudische Benchmark verlor 0,2 % und der omanische 1,2 %. Die Indizes von Bahrain und Kuwait gingen um 0,1 % zurück. Die Börse in Katar war geschlossen.

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Caroline Leavitt, erklärte am Donnerstag, dass die Verhandlungen Washingtons mit Teheran fortgesetzt würden und die iranische Seite weiterhin den Abschluss eines Friedensabkommens anstrebe, wie Reuters berichtet. Der Iran habe die im Dezember 2024 festgehaltene US-Bürgerin freigelassen, was der US-Präsident Donald Trump als „Geste des guten Willens“ bewertete.ㅤ

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