Obwohl die Inflationsdaten aus den USA positiv ausfielen, verkaufen Langfristinvestoren weiter zu ihrem Nachteil und kurzfristige Anleger realisieren Gewinne, was dazu führt, dass der Bitcoin (BTC)-Preis bei der Marke von 65.000 US-Dollar ins Stocken gerät.
Der Kryptomarkt hat eine bewegte Woche hinter sich, nachdem die US-Daten zu Verbraucher- und Erzeugerpreisen unter den Erwartungen lagen. Der Bitcoin (BTC)-Preis stieg im Zuge einer Abkühlung der Inflation von der Marke von 61.500 US-Dollar bis zur Schwelle von 65.000 US-Dollar. Allerdings wurde dieser Anstieg von einem hohen Verkaufsdruck zweier unterschiedlicher Anlegergruppen gebremst, sodass es dem Markt schwerfällt, ein dauerhaftes Erholungssignal zu senden.
Laut den Glassnode-Daten betrachten langfristige Investoren (LTH), die von den Hochs des vergangenen Jahres gekauft haben, einen weiteren Preisanstieg als eine Ausstiegschance. Diese Gruppe geht den Weg des Verkaufs unter Verlusten (Kapitulation), weil sie Angst vor stärkeren Rückgängen hat. Gleichzeitig realisieren kurzfristige Investoren (STH), die von den letzten Tiefständen gekauft haben, Gewinne mit einer Geschwindigkeit von mehr als 4 Millionen US-Dollar pro Tag. Der gleichzeitige Verkauf beider Gruppen schafft eine schwer zu überwindende Angebotswand auf der 65.000-Dollar-Marke.
65.000-Dollar-Widerstand und geopolitische Risiken
Marktanalysten argumentieren, dass der Rückgang der Inflationsdaten allein nicht ausreicht. Der leitende Analyst von Bitget, Ryan Lee, erklärt, dass der Inflationsrückgang im Juni weitgehend auf den Rückgang der Ölpreise zurückzuführen war, dass diese Entwicklung jedoch durch im Juli zunehmende geopolitische Spannungen wieder umgedreht werden könnte. Insbesondere die militärische Dynamik im Nahen Osten und die Schwankungen bei den Ölpreisen drücken weiterhin die Risikobereitschaft der Anleger.
Kommentare von der Seite von Wintermute heben ebenfalls hervor, dass der Fear & Greed Index in der momentanen Situation weiterhin in der Zone „extreme Angst“ ist. Obwohl das Zurückgehen des US-Dollar-Index (DXY) auf 100,48 und der Rückgang der Anleiherenditen makroökonomisch positiv sind, wurde das Vertrauen der Anleger in Bitcoin (BTC) noch nicht vollständig aufgebaut. Die Daten, die die Marktanalysen in der Grafik stützen, zeigen, dass Investoren die aktuelle Aufwärtsbewegung nicht als Erholung, sondern als Gelegenheit zur Flucht interpretieren.
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