Ganz wie ich es in meinem vorherigen Beitrag erwartet hatte
Bitcoin hatte eine Korrektur genau im Rahmen des Risikoszenarios, das viele meiner Freunde befürchtet hatten. Allerdings ist die entscheidende Frage in diesem Moment nicht: „Um wie viel ist BTC gefallen?“ sondern:
Ist das jetzt schon der Boden, oder war es nur die erste Abwärtswelle, bevor der Markt den Prozess des Abschüttelns abgeschlossen hat?
1. Der Cashflow neigt immer noch zur Verkaufsseite
Die Wale verkaufen immer noch netto.
Der durchschnittliche Anleger beginnt, am Tief zu kaufen.
Aber diese Kaufmenge reicht noch nicht aus, um den Verkaufsdruck großer Orders zu absorbieren.
Auffälliger ist:
Der 5-Tage-Geldfluss für „Large Money“ ist inzwischen stärker ins Negative gedreht – um mehr als 5.600 BTC.
Im Gegensatz zu ein paar Tagen zuvor, als der 5-Tage-Geldfluss noch positiv war, zieht sich der Verkaufsdruck nun über mehrere aufeinanderfolgende Sitzungen hin. Das ist ein Hinweis darauf, dass große Investoren das Risiko kurzfristig weiterhin reduzieren.
2. Der Geldfluss der Institutionen ist noch nicht wirklich stabil
Nicht nur die Handelsdaten auf Binance – auch die Mittelzuflüsse/ -abflüsse der Bitcoin-ETF-Fonds zeigen ein ähnliches Bild.
In den vergangenen Wochen haben Bitcoin-Spot-ETFs eine Phase an anhaltenden Kapitalabflüssen erlebt. Obwohl es in letzter Zeit wieder einige Tage mit rückläufigen Abflüssen bzw. Zuflüssen gab, ist der Trend noch nicht stark genug, um zu bestätigen, dass institutionelles Kapital nachhaltig zurückgekehrt ist.
Das bedeutet:
der Verkaufsdruck von den Institutionen ist im Vergleich zur angespanntesten Phase gesunken,
aber der neue Geldfluss ist noch nicht stark genug, um einen klaren Aufwärtstrend zu erzeugen.
3. Technische Analyse
Nach dem Rückgang auf etwa 61.800 USD ist Kaufdruck aufgetaucht, der den Kurs zurück in Richtung 62.600 USD geführt hat.
Das ist das erste positive Signal.
Allerdings:
Der Preis liegt weiterhin unter dem EMA20.
Weiterhin unter dem EMA50.
Weiterhin unter dem EMA100
Und auch der EMA200 wurde noch nicht zurückerobert.
Das zeigt,
Der kurzfristig abwärtsgerichtete Trend wurde noch nicht gebrochen.
4. Momentum-Alarm
Der RSI hat den Überkauft-/Overbought-Bereich verlassen.
Das zeigt, dass:
der Verkaufsdruck nimmt ab,
Käuferdruck setzt am Tiefpunkt ein.
Aber der RSI ist noch nicht stark genug, um einen neuen Aufwärtstrend zu bestätigen.
MACD
MACD liegt weiterhin unter der 0-Linie.
Das rote Histogramm ist kleiner geworden.
Das ist ein Zeichen dafür, dass die Verkaufsstärke allmählich nachlässt.
Aber: MACD hat noch nicht nach oben geschnitten.
Anders gesagt:
Der Markt hat bisher nur von „starkem Rückgang“ zu „langsamerem Rückgang“ gewechselt.
Stochastischer RSI
Dies ist das positivste Signal
Der Stochastische RSI hat ein Tief gebildet und beginnt, sich nach oben zu drehen.
Aber ihr müsst beachten:
Ein technisches Comeback heißt nicht, dass der Markt bereits ein Tief gebildet hat.
5. Makro-Perspektive
Neben dem technischen Faktor ist der Markt weiterhin von externen Risiken betroffen.
Die geopolitische Spannung im Nahen Osten – insbesondere im Zusammenhang mit den USA und dem Iran – bleibt ein Faktor, der die Volatilität erhöhen kann, falls es zu überraschenden Entwicklungen kommt. In unruhigen Phasen neigen ihr dazu, den Anteil risikoreicher Assets zu reduzieren. Deshalb bleibt das ein Variabler, den es weiterhin zu beobachten gilt
6. Hat BTC noch einen letzten Liquiditäts-„Sweep“?

Aus meiner persönlichen Sicht:
diese Möglichkeit ist noch da.
Nicht weil das Chart schlecht ist. Sondern weil:
Großes Kapital wird weiterhin verkauft.
Der neue ETF zeigt bislang nur erste Hinweise auf Verbesserung, hat aber noch nicht bestätigt, dass ein starker Trend von Kapitalzuflüssen zurückkehrt.
BTC hat die wichtigen EMA-Zonen im 4H-Chart noch nicht zurückerobert.
Wenn in den nächsten ein paar Sessions:
große Geldflüsse weiterhin negativ sind,
der Kurs eine Zone bei 61.800 USD mit hohem Volumen verloren hat,
dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass BTC noch eine weitere Abwärtsbewegung in niedrigere Unterstützungszonen macht.
7. Fazit: Risiken vermeiden für euch
Der aktuelle Markt befindet sich gerade vor einer sehr wichtigen Phase.
Die technischen Indikatoren zeigen, dass der Verkaufsdruck etwas nachlässt und dass es kurzfristige Erholungsphasen geben könnte. Die Daten zu den Geldflüssen zeigen jedoch, dass ihr noch nicht wirklich zurückgekehrt seid, um stark zu kaufen.
Daher gibt es noch keine ausreichende Grundlage, um zu behaupten, dass Bitcoin ein Tief gebildet hat.
In einer Phase wie dieser ist das Wichtigste nicht, das exakte Tief punktgenau vorhersagen zu wollen, sondern den Geldfluss großer Akteure zu beobachten und das Risiko-Management zu betreiben. Wenn das Kapital von Institutionen und Walen wirklich zurückkehrt, ist die Wahrscheinlichkeit für einen nachhaltigen Aufwärtstrend viel höher als nur auf einen kurzfristigen technischen Bounce zu setzen.
BTCVN4 wünscht euch viel Glück
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