Größte Kryptowährung der Welt handelt im Minus und Anleger achten auf die Auswirkungen des Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran sowie auf die nächsten Wirtschaftsdaten aus den USA
Der Bitcoin ist mit einem Rückgang in die neue Woche gestartet und zeigt damit das Maß an moderater Volatilität, das in den letzten Tagen zu beobachten war. Trotz des Verkaufsdrucks kämpft die wichtigste Kryptowährung des Marktes weiterhin darum, über der psychologisch wichtigen Marke von 62.000 US-Dollar zu bleiben – einem Niveau, das für Anleger in einem Umfeld eingeschätzter wirtschaftlicher Unsicherheiten und geopolitischer Spannungen als bedeutend gilt.
Neben der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten, der durch die Schließung der Straße von Hormus und die Aufwertung von Öl neue Konturen erhielt, richten die Märkte ihren Fokus auf die Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex (CPI), der für diesen Dienstag erwartet wird. Der Indikator könnte die Erwartungen in Bezug auf die nächsten Schritte der Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) beeinflussen.
Bitcoin bleibt unter Druck
Gegen 10:10 Uhr wurde Bitcoin zu 62.571,42 US-Dollar gehandelt und verzeichnete damit einen Rückgang von 1,8% in den letzten 24 Stunden, wie Daten von CoinGecko zeigen. Auf dem brasilianischen Markt wurde der Vermögenswert zu R$ 322.566,31 notiert, wie aus Informationen des CoinTrader Monitor hervorgeht.
Trotz der täglichen Entwertung schwankt die Kryptowährung weiterhin innerhalb derselben Preisspanne wie in den letzten Sitzungen, was darauf hindeutet, dass der Markt noch auf der Suche nach einer Richtung ist.
Bericht zeigt Widerstandsfähigkeit des Marktes
In seiner wöchentlichen Analyse hob Bitfinex hervor, dass Bitcoin es geschafft habe, einer Abfolge von Faktoren zu widerstehen, die normalerweise einen noch stärkeren Druck auf die Preise ausüben würden.
Dazu gehören unter anderem der Verkauf von Aktien der Strategy, die als größter börsennotierter Konzerninhaber von Bitcoin der Welt gilt, die Zunahme der Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie interne Differenzen darüber, welche Richtung die Geldpolitik innerhalb der US-Notenbank Federal Reserve einschlagen soll.
Laut der Börse hängt eine konsistentere Erholung vor allem von der Stärkung der Nachfrage im Kassamarkt sowie von der Wiederaufnahme der Investitionen in die Bitcoin-Spot-ETFs ab.
ETFs erhalten wieder Mittel
Nach einer langen Phase des Kapitalentzugs verzeichneten die in den USA gehandelten Bitcoin-Spot-ETFs wieder positiven Zufluss.
Laut Bitfinex erhielten die Fonds in der vergangenen Woche 197,4 Millionen US-Dollar an Nettozuflüssen und beendeten damit eine Folge von zehn aufeinanderfolgenden Wochen mit Abflüssen.
Trotz der Verbesserung stellt die Börse fest, dass die kumulierten Daten der letzten 30 Tage weiterhin auf eine verlangsamte Nachfrage institutioneller Anleger hindeuten, ohne eindeutige Anzeichen für eine nachhaltige Erholung.
Altcoins folgen der Abwärtsbewegung
Auch die wichtigsten alternativen Kryptowährungen waren ebenfalls im Minusbereich aktiv.
Ethereum wurde zu 1.770,94 US-Dollar gehandelt, mit einem Rückgang von 1,3%. Die BNB fiel um 1,8%, während XRP einen Verlust von 1,8% verzeichnete. Solana zeigte dagegen einen Rückgang von 1% und wurde nahe bei 75,80 US-Dollar gehandelt.
Der Markt erwartet neue Katalysatoren
Während Investoren die Entwicklungen der Krise im Nahen Osten sowie die Veröffentlichung der Inflation in den USA gleichzeitig verfolgen, bleibt der Kryptomarkt in einer abwartenden Haltung.
Die nächsten wirtschaftlichen Indikatoren und das Verhalten der institutionellen Nachfrage könnten bestimmen, ob Bitcoin eine Erholung konsolidieren kann oder weiterhin Schwierigkeiten haben wird, die aktuelle Handelsspanne zu durchbrechen.
