Während die meisten Trader damit beschäftigt waren, wegen XPRs Preis in Panik zu geraten, passierte etwas Interessantes unter der Oberfläche auf Binance.
Zwischen dem 4. und dem 8. Juli ist das Spot-Kaufen auf Binance stark angestiegen, obwohl der Derivatemarkt weiter geschrumpft ist. Allein am 7. Juli flossen 64,9 Millionen XRP hinein, während 49,2 Millionen abflossen. Das ist echte Spot-Nachfrage, die einspringt, während Leverage-Trader sich zurückgezogen haben.
So ist das hier wirklich sehenswert. Das Open Interest von XPR bei Binance ist von über 500 Millionen US-Dollar Mitte Juni auf nur noch 399 Millionen bis zum 10. Juli gefallen. Gleichzeitig stiegen Long-Liquidationen um 94 % im Wochenvergleich, was bedeutet, dass viele stark gehebelt Long-Positionen aus dem Markt gespült wurden. Normalerweise schreit das nach Schwäche. Aber die Funding Rates, die sich Ende Juni kurzzeitig ins Negative gedreht hatten, sind wieder zurückgekommen und um 266 % im Wochenvergleich gestiegen. Das sagt dir: Neue Longs sind bereit, einen Aufschlag zu zahlen, um in dem Trade zu bleiben – obwohl das Leverage aus dem System abfließt.
Dieses Muster ist wichtig, weil es ein klassisches Setup ist, auf das Analysten achten. Spot-Käufer, die sich anhäufen, während Derivate abgebaut werden und sich das Funding zurücksetzt – genau das passiert oft kurz bevor sich die Dynamik verändert, wie Daten von CryptoQuant zeigen. Das ist keine Bestätigung für eine Trendwende, aber ein Signal, das ernsthafte Trader nicht ignorieren.
Der Haken ist: Die On-Chain-Aktivität hat noch nicht mitgezogen. Aktive Adressen liegen immer noch 11% unter dem Durchschnitt der letzten drei Monate, daher hat die echte Netzwerk-Nutzung die Story vom Spot-Kauf noch nicht bestätigt.
Ist das die ruhige Ansammlung vor dem nächsten Move von XRP – oder nur Rauschen, bevor es noch einen weiteren Abwärts-Schritt gibt? 👀

