US-notierte Speicherchip-Aktien sind in den vergangenen Wochen um mehr als 20% gefallen, nachdem es seit den Hochs Ende Juni einen sektorweiten Rücksetzer gab.
Laut Jin10 sagten Branchenquellen, der Speichermarkt habe historisch einen klaren Zyklus durchlaufen: In Aufschwüngen würden Hersteller häufig die Kapazitäten im Gleichschritt ausweiten, was zu einer gebündelten Freisetzung neuer Liefermengen, scharfen Preisrückgängen und branchenweiten Verlusten führe; anschließend würden die Unternehmen gemeinsam die Investitionsausgaben kürzen, und die nächste Erholung der Nachfrage bringe den nächsten Aufschwung.
Der Bericht sagte, dass seit der Sektor seinen Höhepunkt Ende Juni erreicht habe, Nachrichten wie etwa, dass Meta Rechenleistung verkauft, die Marktsorgen über ein mögliches Überangebot an Rechenkapazität befeuert hätten. Dies habe zu einer breiten Korrektur bei den Namen von Speicherchip-Unternehmen geführt.
Die im Bericht genannten Daten zeigten, dass führende Unternehmen wie SanDisk, Micron Technology, Seagate Technology und Western Digital in den vergangenen Wochen jeweils Kursrückgänge von mehr als 20% verzeichneten.
Analysten sagten, dass die zugrunde liegende Logik, die die Nachfrage nach Speicherchips stützt, neu bewertet werde. Eine zentrale Variable sei dabei, ob sich die Technologie-Lücke zwischen Entwicklern großer KI-Modelle weiter verringern werde.
Analysten sagten außerdem, dass sich die Branche der Speicherchips einem tiefgreifenden Wandel ihres Geschäftsmodells unterzieht. In der Vergangenheit wurden Speicherprodukte eher wie Massenware behandelt: Preise bewegten sich mit dem Markt, und Verträge wurden häufig auf quartals- oder jahresbasierte Laufzeiten festgelegt. Heute schließen Cloud-Anbieter und KI-Datenzentren, die sich eine kritische Versorgung sichern wollen, zunehmend langfristige Liefervereinbarungen mit Originalherstellern ab. Diese dauern typischerweise drei bis fünf Jahre und enthalten Preisspannen, Mindestabnahmemengen sowie Kundeneinlagen.
