Ich denke immer wieder über etwas nach, das sich ein bisschen rückwärts anfühlt. Seit Jahren sind wir geradezu besessen davon, Blockzeiten zu optimieren, als würde das Wegschneiden noch einer weiteren Sekunde ein Netzwerk automatisch nützlicher machen. Aber inzwischen bin ich mir nicht mehr sicher, ob dort die eigentliche Verzögerung wirklich liegt.

So, wie ich Newton derzeit verstehe, geht es nicht wirklich darum, wie schnell Transaktionen zur Ruhe kommen. Es scheint vielmehr daran interessiert zu sein, wie lange es dauert, bis ein System darüber entscheidet, ob eine Aktion tatsächlich erlaubt ist. Anfangs klang das für mich nach demselben Thema. Aber vielleicht sind sie das doch nicht.

Eine Zahlung kann fast augenblicklich zur Abwicklung kommen und trotzdem dort sitzen bleiben und auf Richtlinienprüfungen, Berechtigungen, Compliance-Regeln oder eine gewisse Off-Chain-Genehmigung warten, bevor überhaupt etwas Sinnvolles passiert. Genau dort wirkt etwas verborgen. Die Kette mag bereits fertig sein, während die Entscheidung noch irgendwo anders feststeckt.

Wenn das stimmt, dann beginnt die Latenz bei der Autorisierung weniger wie eine technische Unannehmlichkeit auszusehen und mehr wie Infrastruktur. Der Engpass verlagert sich still und leise weg vom Konsens hin zur Koordination. Und Koordination wird selten dadurch schneller, dass Blöcke schneller werden.

Allerdings bin ich ehrlich gesagt noch nicht ganz überzeugt. Eine schnellere Autorisierung ist nur dann relevant, wenn Menschen der Logik vertrauen, die diese Entscheidungen trifft – und Vertrauen wird erfahrungsgemäß langsamer, sobald mehr Verantwortung in automatisierte Systeme ausgelagert wird.

Die Erzählung ist leicht zu verstehen. Ob reale Institutionen die Entscheidungszeit tatsächlich ebenso schnell komprimieren wie die Transaktionszeit … das bleibt allerdings die schwierigere Frage.
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