Die US-Notenbank Fed wird am 8. Juli die Protokolle der FOMC-Sitzung vom 16.–17. Juni veröffentlichen, ein Ereignis, das die nächste Richtung der US-Zinsen bestimmen könnte. Nachdem die Zinsen im vergangenen Monat bei 3,50%–3,75% belassen wurden, beobachten Anleger nun, ob die Protokolle vor Ende 2026 auf eine weitere Zinserhöhung hindeuten.
Jede positive Nachricht könnte in den kommenden Wochen auch Bitcoin und den breiteren Kryptomarkt beflügeln.
Juni-FOMC-Protokolle
Mit Blick auf das Juni-Treffen hat die Fed unter ihrem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh die Zinssätze einstimmig unverändert bei 3,50%–3,75% belassen.
Allerdings war die allgemeine Tonlage des Treffens deutlich hawkischer, als viele Anleger erwartet hatten. Die Fed entfernte frühere Hinweise darauf, dass Zinssenkungen schon bald kommen könnten, und verlagerte stattdessen den Fokus darauf, die Inflation wieder unter Kontrolle zu bringen.
Seit seinem Amtsantritt hat Warsh wiederholt gesagt, dass die Fed an ihrem 2%-Inflationsziel festhalten werde, selbst wenn die Märkte eine leichtere Geldpolitik erwarten.
Warsh sagte kürzlich auf dem Politikforum der Europäischen Zentralbank, dass
„Wenn jemand erwartet, dass die Fed sich mit einer Inflation über 2% wohlfühlen wird, wird enttäuscht werden.“
Gibt es in diesem Jahr irgendeine Zinserhöhung?
Auch die neuesten Projektionen der Fed zeigten einen gespaltenen Ausschuss: 9 von 19 Entscheidungsträgern erwarten mindestens eine weitere Zinserhöhung, bevor 2026 zu Ende geht.
Vielleicht sehen die Märkte laut dem CME FedWatch-Tool aktuell sogar eine rund 76%ige Chance, dass die Zinsen in der nächsten Sitzung unverändert bleiben.
Allerdings gehen Händler bis Dezember 2026 davon aus, dass die Zinsen mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 40% auf 3,75%–4,00% steigen könnten.
Bitcoin-Preis steigt, während Zinssorgen nachlassen
Bitcoin hat sich von dem Rückgang der vergangenen Woche erholt, ist unter 57.000 US-Dollar gefallen und wird nun nahe 63.000 US-Dollar gehandelt, da sich die unmittelbaren Sorgen vor einer weiteren Zinserhöhung gelegt haben.
Auch die neuesten schwächeren als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten sowie Anzeichen einer sich abschwächenden Inflation haben die Markstimmung verbessert.
Dennoch könnten die FOMC-Protokolle vom 8. Juli der nächste große Auslöser sein.
Wenn der Bericht zeigt, dass die meisten Fed-Vertreter weiterhin eine weitere Zinserhöhung befürworten, könnten riskantere Vermögenswerte wie Bitcoin etwas volatil werden.
