Der Stablecoin-Markt ist in rasantem Tempo gewachsen. Stand Februar 2026 beträgt die gesamte Marktkapitalisierung etwa 300 Milliarden US-Dollar (rwa.xyz); das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von ungefähr 750% seit 2018. Dennoch sind etwa 99% dieses Marktes an den US-Dollar gekoppelt.

Der Markt ist zwar gewachsen, doch der US-Dollar monopolisiert ihn faktisch.

Um diese Dominanz zu verstehen, muss man die Dynamik der US-Staatsanleihen betrachten.

Stablecoin-Emittenten stellen die hinterlegten Dollar nicht einfach nur in einem Tresor bereit. Sie investieren die Reserven in sichere Vermögenswerte wie kurzfristige Treasuries und erzielen Zinseinnahmen. Mit dem Wachstum des Stablecoin-Marktes steigt auch das Volumen an Treasuries, das diese Emittenten kaufen. Heute gehören Stablecoin-Emittenten insgesamt zu den 17 größten Haltern von US-Staatsschulden weltweit.

Die USA haben guten Grund, das zu begrüßen.

Geopolitische Spannungen haben große Halter wie China dazu veranlasst, ihre Treasury-Positionen zu reduzieren, während sich die bundesstaatlichen Haushaltsbedingungen zunehmend verschärft haben. Die US-Regierung trägt über 38 Billionen US-Dollar an Schulden und musste allein im Jahr 2025 ungefähr 11 Billionen US-Dollar an neuen Treasuries verkaufen.

Wenn die Nachfrage nicht ausreicht, müssen die Zinsen steigen – und steigende Zinsen treiben die Kosten für den Schuldendienst auf ein Niveau, das mit Ausgaben für Verteidigung konkurriert.

Vor diesem Hintergrund verabschiedeten die USA im Juli 2025 den GENIUS Act und verpflichteten, dass Stablecoin-Reserven in US-Treasuries gehalten werden. Washington gestaltet die Stablecoin-Erzählung aktiv.

Für die US-Regierung dienen dollargekoppelte Stablecoins nicht nur als neuer digitaler Zahlungsweg, sondern auch als Mechanismus zur Verteilung von Treasury-Positionen und als politisches Instrument zur Stabilisierung der Dollar-Hegemonie.#USDT #Usdc $USDC $USDT