Yonhap News Agency berichtete, dass die südkoreanischen Aktien am Donnerstag um fast 8 Prozent einbrachen. Auslöser war ein starker Abverkauf bei den Chip-Aktien, nachdem die Stimmung der Anleger angesichts erneuter Sorgen über eine Überkapazität bei KI nachgelassen hatte. Der Leitindex Kospi fiel um 655,32 Punkte bzw. 7,89 Prozent auf 7.648,09, nachdem er zuvor bis auf 7.616,33 gefallen war.

Die Korea Exchange aktivierte um 9:07 Uhr eine Sell-Side-Sidecar-Maßnahme und stoppte den programmgesteuerten Handel für fünf Minuten, nachdem der Kospi-200-Futures-Index um 5 Prozent oder mehr gefallen war – und dies mindestens eine Minute lang. Samsung Electronics verlor 9,06 Prozent auf 286.000 Won, während SK Hynix um 14,57 Prozent auf 2,19 Millionen Won einbrach. SK Square sank um 13,2 Prozent und Samsung Electro-Mechanics gab um 12,65 Prozent nach. Die Anlegerstimmung schwächte sich, nachdem Berichte aufkamen, dass Meta Platforms erwäge, den Zugang zu seiner KI-Computing-Infrastruktur zu verkaufen. Das nährte die Befürchtung, das Unternehmen habe mehr Kapazität aufgebaut als nötig.

Samsung und SK Hynix standen ebenfalls unter Druck, nachdem Berichte bekannt wurden, dass Apple Gespräche führt, um Chips von zwei chinesischen Halbleiterunternehmen zu beziehen, was Wettbewerbsbedenken aufwirft. Der Philadelphia Semiconductor Index stürzte über Nacht um 6,3 Prozent ab.

"Halbleiteraktien gerieten unter Druck, nachdem Berichte aufkamen, dass Meta in das Geschäft mit Cloud-Infrastruktur einsteigen könnte", sagte Lee Kyoung-min, Analyst bei Daishin Securities. "Berichte, wonach Apple die Chipbeschaffung bei chinesischen Halbleiterunternehmen prüft, haben ebenfalls Bedenken ausgelöst, dass ein steigendes Angebot Lieferengpässe lindern und die Chippreise schwächen könnte."

Ausländer und Institutionen verkauften netto 4,37 Billionen Won bzw. 2,07 Billionen Won, während Privatpersonen netto 6,26 Billionen Won kauften. Das Handelsvolumen betrug 499,85 Millionen Aktien im Wert von 48,86 Billionen Won (31,44 Milliarden US-Dollar). Fed-Vorsitzender Kevin Warsh sagte, dass sich die Inflationserwartungen und Inflationsrisiken in den vergangenen Wochen abgeschwächt hätten, was die Hoffnung auf eine Verschiebung einer Zinserhöhung gestärkt habe.