Der World Gold Council sagte, die Goldpreise könnten in diesem Jahr im Rahmen seines Basisszenarios bei rund 4.100 US-Dollar je Unze liegen, mit einer Volatilitätsspanne von etwa plus/minus 5%.

Laut Jin10 veröffentlichte der Rat am 1. Juli seinen 2026 Mid-Year Global Gold Market Outlook und skizzierte drei mögliche Szenarien für die zweite Jahreshälfte. Dabei beschrieb er Gold als Barometer der globalen makroökonomischen Lage.

Der Rat sagte, das aktuelle Goldpreisniveau entspreche im Großen und Ganzen den Erwartungen des Marktes. Er verwies auf die Markterwartung, dass die US-Notenbank (Federal Reserve) die Zinsen mindestens einmal im Jahr 2026 anheben wird, wahrscheinlich im Oktober, und dass auch die Bank of England, die Bank of Japan und die Europäische Zentralbank die Geldpolitik straffen werden. Außerdem verwies er auf die Erwartungen, dass die US-Inflation im zweiten Quartal ihren Höhepunkt bei etwa 3,9% erreichen wird.

Wenn sich dieses Umfeld nicht wesentlich ändert, sagte der Rat, dass Gold für den Rest des Jahres nahe 4.100 US-Dollar je Unze gehandelt werden könnte.

Der Rat sagte, Gold könnte wieder zulegen, wenn geopolitische oder wirtschaftliche Bedingungen sich verschlechtern oder wenn sich die Erwartungen an die Zinsen ändern. Allerdings fügte er hinzu, dass ein Schritt zu neuen Hochs wahrscheinlich ausreichend starke Signale für eine globale wirtschaftliche Verlangsamung erfordern würde.

Auf der Abwärtsseite nannte es einen stärkeren US-Dollar, Zinserhöhungen, die höher ausfielen als erwartet, sowie eine Erholung der Risikobereitschaft an den Märkten als zentrale Gegenwinde. Es sagte, dass ein anhaltender Handel unter 4.000 US-Dollar je Unze zusätzlichen Verkaufsdruck auslösen könnte.

Auf Grundlage der bisherigen Wertentwicklung fügte der Rat hinzu, dass ein Rückgang von mehr als 10% gegenüber dem aktuellen Niveau langfristige Anleger in mehreren Regionen dazu veranlassen könnte, bei Rücksetzern mehr zu kaufen.