Die meisten Trader werden diesen wöchentlichen Schluss sofort als bärisch einstufen.

Das könnte genau das sein, was der Markt will.

$BTC ist jetzt unter sowohl das Februar-Tief als auch die 200-Wochen-SMA gefallen – eine Bewegung, die auf den ersten Blick alarmierend wirkt. Doch wenn man die Struktur genau betrachtet, fehlt dem Bruch die Überzeugung, die man normalerweise vor einem nachhaltigen bärischen Trend sieht.

Das aktuelle Setup ähnelt der Oktober-Korrektur – aber im umgekehrten Sinn.

Anfang 2025 bildete Bitcoin ein erstes Hoch (A), versuchte anschließend einen weiteren Ausbruch, der scheiterte (B), und stieß schließlich über den Widerstand (C). Selbst dann konnte der Ausbruch Punkt B nie überzeugend zurückerobern, wodurch die Bewegung strukturell schwach wurde, bevor der Markt kippte.

Jetzt sehen wir das Gegenteil.

Bitcoin hat ein erstes Tief (A) etabliert, es beim zweiten Versuch (B) nicht mehr unterschritten und ist nun unter den Support geschlossen (C). Dennoch haben die Verkäufer bislang keine entscheidende Breakdown unter Punkt B geliefert. Diese Zurückhaltung deutet darauf hin, dass das bärische Momentum möglicherweise nicht so stark ist, wie die Schlagzeilen nahelegen.

Dieser wöchentliche Schluss ist eine Warnung – aber nicht unbedingt eine Bestätigung.

Wenn Käufer diesen Verkaufsdruck absorbieren und die entscheidenden Bereiche zurückerobern, könnte der heutige Ausbruch zu einem der größten Bärenfallen des Zyklus werden. Andererseits: Wenn Verkäufer endlich mit Überzeugung durchdrücken, wird das bärische Szenario deutlich stärker.

Vorerst ist das kein Markt, dem man mit Emotionen hinterherlaufen sollte.

Es ist ein Markt, den man genau beobachten sollte, denn der nächste Schritt könnte die Mehrheit auf die falsche Seite bringen.

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