Was wäre, wenn das Problem nie die Charts gewesen wären?

Seit Jahrzehnten werden Trader immer wieder das Gleiche gesagt: Lerne Chartmuster, erkenne Formationen, und du wirst in der Lage sein, die nächste Bewegung des Marktes vorherzusehen. Dreiecke, Kopf und Schultern, Flaggen, Tassen … die Liste geht weiter.

Doch Peter Brandt, ein Trader mit mehr als 50 Jahren Markterfahrung, vertritt etwas, das viele nicht erwarten: Chartmuster sagen den Preis nicht voraus.

Auf Grundlage seiner Erfahrung entwickeln sich selbst korrekt erkannte Chartmuster die meiste Zeit nicht wie erwartet. Er schätzt, dass weniger als 25 % sich so entwickeln, wie es die Muster nahelegen. Außerdem weist er darauf hin, dass viele der in sozialen Medien geteilten Muster nicht einmal richtig identifiziert sind.

Wofür ist die technische Analyse also tatsächlich nützlich?

Nicht um die Zukunft vorherzusagen, sondern um das Verhalten des Marktes zu verstehen. Ein Chart hilft dabei zu erkennen, wo Kauf- oder Verkaufsdruck entstanden ist, wo sich Liquidität angesammelt hat und wo große Marktteilnehmer möglicherweise aktiv waren.

Laut Brandt entsteht der eigentliche Vorteil nicht dadurch, das „perfekte“ Muster zu finden. Er ergibt sich aus dem Risikomanagement: Verluste schnell begrenzen und Gewinner laufen lassen.

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