In Ethereum sind die Bären auf der Bühne
Dass das Taker Buy/Sell Ratio über 1 liegt, wirkt zwar positiv, aber der Kurs zeigt nicht die gleiche Stärke. Das deutet darauf hin, dass die Käufe im Markt den Preis nicht nach oben treiben können. Denn große Verkäufer decken die hereinkommenden Käufe ab. Der echte Kapitalzufluss in den Spot-Markt bleibt schwach.

Der Fund Price hat im April seinen Höhepunkt erreicht und setzt danach kontinuierlich seinen Abwärtstrend fort. In den Terminmärkten nimmt die Lust auf Long ab. Leveraged-Investoren reduzieren ihre Positionen. Dass Fund Price und Kurs gemeinsam nach unten gehen, kann man als Signal interpretieren, das den Abwärtstrend unterstützt.

Obwohl das Taker Buy/Sell Ratio steigt, reagiert der Preis nicht. Das aktuelle Verhältnis ist auf 1,13 gestiegen. Unter normalen Umständen hätte man erwartet, dass das den Preis nach oben treibt. Aber der Kurs zeigt nur begrenzte Reaktion. Das bedeutet: Verkaufsorders sind stärker und Wale nutzen Anstiege eher als Verkaufschance. Solche Unstimmigkeiten sieht man meistens nicht im Rahmen eines Aufwärtstrends, sondern eher in der Fortsetzung eines Abwärtstrends.

Der Kurs bildet weiterhin tiefere Hochs. Jede Reaktion bleibt unter dem vorherigen Hoch. Auch die Tiefs werden nach unten verschoben. Diese Struktur zeigt technisch gesehen weiterhin, dass der Abwärtstrend intakt ist. Auf der Spot-Seite ist keine starke Nachfrage erkennbar.

#ETH Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Abwärtskurs fortsetzt, wirkt höher als die Wahrscheinlichkeit einer starken und nachhaltigen Erholung. Insbesondere besteht das Risiko, dass die aktuellen Käufe eher nur eine kurzfristige Reaktion bleiben, solange am Fund Price noch kein Aufwärtsschwenk zu sehen ist und der Kurs technisch gesehen den Abwärtstrend nicht bricht. Wenn Taker Buy/Sell dauerhaft über 1 liegt, kann das als „Dead-Cat-Bounce“ (toter-Katze-Sprung) interpretiert werden. #Ethereum