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So selten fühlt sich ein 0:0-Unentschieden so sehr wie eine Niederlage an. Heute in Boston unterzeichnete die englische Nationalmannschaft einen bitteren 0–0 gegen Ghana, ließ eine goldene Gelegenheit aus, um sich die Qualifikation zu sichern, und ließ Tausende von Analysten und Fans kalt, die sie in den Papieren von Binance Sports als unbestrittene Sieger gesehen hatten.
Die von Southgate betreute Mannschaft ging mit dem ganzen Arsenal auf den Platz: Kane, Bellingham und Saka versuchten, den afrikanischen Abwehrriegel zu knacken, prallten jedoch immer wieder an einem makellosen taktischen Gefüge ab, das von Thomas Partey angeführt wurde. Kreativitätsmangel und zu viel Selbstvertrauen gingen am Ende an den „Three Lions“ nicht spurlos vorbei – sie wirkten vorhersehbar und ohne Durchschlagskraft, im völligen Kontrast zum Torregen bei ihrem Debüt.
Dieses Ergebnis schaltet in der Fußballgemeinschaft die Alarmglocken ein und wirbelt die gesamte Vorhersagetafel der Weltmeisterschaft durcheinander. England ist zwar noch im Rennen, doch der Tabellenplatz im Gruppenranking hängt nun an einem seidenen Faden. Das ist eine klare Erinnerung daran, dass es bei der Weltmeisterschaft keinen kleinen Gegner gibt und dass sich Favoriten auf dem Platz beweisen müssen – nicht in den vorab veröffentlichten Statistiken.