Der Goldpreis steigt über 4.350 US-Dollar im Nachrichtenstrom zum Nahost-Frieden, doch Hürden bleiben bestehen

Der Goldmarkt erhielt zum Wochenstart deutlich Rückenwind und legte um über 3% auf 4.351 US-Dollar je Unze zu – der beste Tagesgewinn seit Anfang Februar. Der Anstieg setzte ein, nachdem bekannt wurde, dass die USA und der Iran an diesem Freitag einen Friedensvertrag unterzeichnen wollen. Das drückte den Rohölpreis unmittelbar unter 80 US-Dollar je Barrel und ließ die unmittelbaren Inflationssorgen abkühlen.

Trotz des kräftigen Rückpralls von der Unterstützungszone bei 4.000 US-Dollar aus der vergangenen Woche warnen Analysten jedoch, dass sich das Edelmetall noch nicht vollständig in einem sicheren Bereich befindet.

Technische Bereiche, die im Blick bleiben sollten

Die 200-EMA (4.450 US-Dollar): Gold bleibt unter dieser wichtigen langfristigen Trendlinie. Analysten möchten einen klaren Ausbruch darüber sehen, um eine strukturelle Erholung zu bestätigen.

Die Widerstandsbereiche (4.581 & 4.773 US-Dollar): Deutliche Hürden liegen am 50-Tage-gleitenden Durchschnitt und am unteren Hoch des Monats Mai. Das Durchbrechen dieser Marken ist notwendig, um den Weg für eine nachhaltige makroökonomische Aufwärtsbewegung zu öffnen.

Die Frist für den Vertrag am Freitag: Der Markt reagiert äußerst empfindlich auf geopolitische Schlagzeilen. Jede Unstimmigkeit oder Verzögerung bei der Unterzeichnung des Friedensabkommens am Freitag könnte schnell einen erneuten Test der Unterstützungsmarke bei 4.000 US-Dollar auslösen.

Der Makro-Ausblick

Da sich die geopolitischen Spannungen entspannen, rückt der Fokus klar auf die US-Notenbank (Federal Reserve) und ihren neuen Vorsitzenden Kevin Warsh, während der Markt sich auf mögliche Zinserhöhungen bis zum Jahresende positioniert.

Zudem weisen Unternehmen wie TD Securities und Société Générale darauf hin, dass die weltweiten Rohölbestände stark aufgebraucht sind. Da Energiemärkte strukturell weiterhin angespannt sind, könnten zähe Inflation und erhöhte reale Renditen das Gold-Upside in der nahen Zukunft weiterhin begrenzen.

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