**Sind wir vor einer neuen «Dotcom»-Blase? KI und das Risiko der Euphorie**
Der Aufschwung der Künstlichen Intelligenz (KI) hat das globale Finanzumfeld verändert. Doch dieser Aufstieg weckt ein Gespenst der Vergangenheit: die «Dotcom»-Blase Ende der 90er Jahre. Die Ähnlichkeit im Verhalten der Investoren wirft die Frage auf, ob wir vor einer nachhaltigen Revolution oder einer spekulativen Blase stehen, die kurz davor ist zu platzen.
Ende des letzten Jahrhunderts löste der Internet-Boom eine beispiellose Euphorie aus. Jedes Unternehmen mit der Endung .com vervielfachte seinen Börsenwert ohne echte Einnahmen oder ein solides Geschäftsmodell. Als die Erwartungen 2000 auf die Realität trafen, gingen Tausende von Unternehmen bankrott und vernichteten in wenigen Monaten Billionen von Dollar an Wohlstand.
Heute erzeugt die KI einen vergleichbaren Enthusiasmus. Das Risiko liegt darin, dass die Spekulation die tatsächliche Fähigkeit dieser Technologien übersteigt, greifbare wirtschaftliche Renditen zu generieren. Viele Projekte werden unter hyperbolischen Prognosen finanziert. Wenn Unternehmen, die KI einsetzen, ihre kostspieligen Investitionen nicht rentabel machen können, werden die Einnahmen der Anbieter sinken, was einen Dominoeffekt auf die Märkte auslöst.
Ein technologischer Zusammenbruch würde die Innovation bremsen, massenhafte Entlassungen verursachen und das Risikokapital einfrieren. Um dies zu vermeiden, müssen Investoren und Unternehmen vorsichtig agieren, das Risiko, außen vor zu bleiben (*FOMO*), durch eine gründliche Due Diligence ersetzen, die den echten Wert vom einfachen Marketing unterscheidet.
Das Internet hat die Welt verändert, aber nur Unternehmen mit soliden Grundlagen haben überlebt. Mit der KI wird es ähnlich sein: Der Erfolg wird davon abhängen, echte Innovation von finanziellem Lärm zu trennen.
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