Nach drei Jahren in Hongkong kann ich dir sagen: Wie teuer ist Hongkong wirklich? Ich dachte fast, ich lebe auf einem anderen Planeten.

Nach drei Jahren in Hongkong habe ich jetzt, wenn ich die Preisschilder sehe, keine Emotionen mehr.

Ich überlege sogar ständig, ob dieser Ort überhaupt zu Erde gehört.

In einem Cha Chaan Teng kostet eine Schüssel Char Siu Nudeln schnell mal siebzig bis achtzig Euro.

Zwei Leute zum Frühstück, über vierhundert Euro, und das Geld ist wie weggeblasen.

Früher in Festlandchina dachte ich, ich wüsste, wie man gut lebt.

Hier erkennst du erst, dass ich gespart habe. In Hongkong ist das einfach nur arm.

Die Obstabteilung im Supermarkt ist einfach nur ein Abzocke.

Eine Schachtel Erdbeeren kostet zweihundert zwei, eine Schachtel Kirschen neunhundert zwei.

Das letzte Mal wollte ich zwei Äpfel kaufen, aber an der Kasse waren es zweihundert Euro.

Ach, da esse ich lieber in meiner Heimat eine Kiste hässlicher Orangen, das ist entspannter.

Beim Wohnen gibt es einfach nichts zu diskutieren.

Eine kleine Wohnung von etwas über zehn Quadratmetern kostet die Miete konstant über zehntausend.

Ein Kumpel von mir hat ein Gehalt von fünfzehntausend, die Miete zieht ihm direkt siebentausend ab.

Ich mache immer Witze über ihn.

„Du machst keinen Job, du arbeitest nur für den Vermieter und versuchst nebenbei zu überleben.“

Taxi fahren? Denk gar nicht erst dran.

Ein paar Kilometer kosten ein oder zwei Hundert, vom Flughafen ins Stadtzentrum vier- bis fünfhundert, das ist normal.

Jetzt verlasse ich das Haus nur zu Fuß. Während ich gehe, mache ich auch gleich mein Fitness-Training.

Die Gehälter in Hongkong sind hoch, das ist die Wahrheit.

Küchenhilfe fängt bei zwölftausend an, Bauarbeiter verdienen täglich zwei- bis dreitausend, das ist ganz normal.

Aber das Geld verdienen geht schnell, das Geld machen sogar noch schneller.

Ich mache oft Witze über mich selbst.

„Hohe Einkommen, hohe Ausgaben, hoher Blutdruck – alle drei sind Standardausstattung.“

Nach drei Jahren ist klar: Hongkong ist ein sanfter Abgrund.

Zuerst bekommst du einen hohen Lohn versprochen, dann nehmen die dir das Geld langsam durch die Preise weg. Ein klarer Manipulationszug.

Jedes Mal, wenn ich die Miete zahle, flüstere ich mir selbst einen Fluch zu.

„Das ist einfach selbstverschuldetes Leid.“

Teuer und übertrieben sind die beiden Etiketten, die diese Stadt nicht loswird. Normale Leute kommen hier nicht klar.

Willst du in Hongkong Karriere machen? Dann rechne erst mal alles durch.

Sonst sind die Enden alle ziemlich ähnlich.

Tagsüber tue ich so, als würde ich im Büro arbeiten, abends sitze ich in meiner kleinen Wohnung und rechne die Rechnungen, je mehr ich rechne, desto verwirrter werde ich.

Und du?

Hast du schon mal die Preise in Hongkong erlebt?

Ich plane immer noch, mal die hohen Ausgaben auszuprobieren.

Lass uns offen reden, ich höre zu.

#香港加密货币ETF