Die Prognosemarkt-Plattform Polymarket vermutet, dass ihr Konkurrent Kalshi sich an Industriespionage gegen das New Yorker Büro und die Mitarbeiter beteiligt. Laut Odaily hat der Marketingdirektor von Polymarket bestätigt, dass das Unternehmen eine interne Untersuchung durchführt, da zahlreiche Zufälle die Verdachtsmomente auf Kalshis schlechte Absichten verstärken.
Polymarket hat eine Akte mit dem Namen 'Imitatoren' zusammengestellt, in der etwa ein Dutzend verdächtiger Vorfälle dokumentiert sind. Dazu gehört ein geplanter kostenloser Lebensmittel-Pop-up-Event von Polymarket am 12. Februar, den Kalshi etwa neun Tage vorher gestartet hat. Darüber hinaus wollte Polymarket am 21. April ein Produkt für einen perpetual contract ankündigen, aber etwa eine Stunde vor der Ankündigung berichtete das Tech-Medium The Information, dass Kalshi ebenfalls ein ähnliches Produkt auf den Markt bringen wollte.
Die Mitarbeiter von Polymarket sind ebenfalls besorgt über das potenzielle Risiko, dass der Risikokapitalgeber von Kalshi, Paradigm, dessen Büro gegenüber von Polymarket liegt, möglicherweise ihre Computerbildschirme ausspioniert. Es wird berichtet, dass Polymarket diesen Frühling in einigen Büros Fensterfolien installiert hat, um dieses Risiko zu mindern.
Als Antwort wies ein Sprecher von Kalshi alle Vorwürfe zurück und bezeichnete die Verdachtsmomente von Polymarket als 'traurig und fast wahnhaft.'

