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Delphi Digital: Airdrop-Ära endet, da sich Token-Modelle auf leistungsbasierte Belohnungen verlagern
Die Strategie, Airdrops zur Anwerbung und Bindung von Krypto-Nutzern zu verwenden, hat laut einer neuen Analyse des Forschungsunternehmens Delphi Digital ihr natürliches Ende erreicht. In einem Beitrag auf X erklärte die Firma, dass die Praxis, eine Halterbasis durch kostenlose Token-Verteilungen aufzubauen, effektiv vorbei ist, und verwies auf Daten, die zeigen, dass die überwiegende Mehrheit der Empfänger ihre Tokens kurz nach Erhalt verkauft.
Hohe Verkaufsraten untergraben die Airdrop-Strategie
Die Analyse von Delphi Digital zeigt, dass bei großen Projekten zwischen 78 % und 94 % der Airdrop-Empfänger die meisten ihrer Tokens innerhalb von 90 Tagen nach der Verteilung verkauft haben. Das deutet darauf hin, dass Airdrops nicht in der Lage sind, langfristige, engagierte Gemeinschaften aufzubauen, sondern kurzfristige Spekulanten und Farmer anziehen, die schnell ihre Positionen auflösen. Die Firma argumentiert, dass dieser Trend Airdrops zu einem zunehmend ineffektiven Werkzeug für die Nutzerakquise und -bindung gemacht hat.
Hyperliquid und Jito: Ausnahmen, nicht die Regel
Während einige auf Projekte wie Hyperliquid (HYPE) und Jito (JTO) als erfolgreiche Beispiele für Airdrop-Strategien verweisen, warnte Delphi Digital davor, aus diesen Fällen allgemeine Schlüsse zu ziehen. Die Firma stellte fest, dass der Airdrop-Erfolg von Hyperliquid nicht auf die Verteilung selbst zurückzuführen war, sondern auf die Fähigkeit des Projekts, Verkaufsdruck durch Rückkäufe zu absorbieren, die mit über 1 Milliarde Dollar Einnahmen finanziert wurden. Ähnlich umging Jito die Fallstricke großangelegten Farmings, indem es ein kleineres, fokussierteres Publikum ansprach. Diese Beispiele sind laut Delphi Ausnahmen, die die Regel bestätigen, und kein replizierbares Modell für andere Projekte.
Der Aufstieg der leistungsbasierten Tokenomics
Die Analyse hebt einen klaren Wandel in den Modellen zur Tokenverteilung hervor, weg von kostenlosen Airdrops hin zu Strukturen, die die tatsächliche Leistung des Protokolls belohnen. Delphi Digital verweist auf MegaETH (MEGA), das 53 % seines Tokenangebots an Leistungsziele gebunden hat, um sicherzustellen, dass Tokens durch bedeutende Beiträge zum Netzwerk verdient werden. Ein weiteres Beispiel ist Pendle (PENDLE), das 80 % seiner Protokollumsätze für Staker-Rückkäufe verwendet und den Tokenwert direkt mit dem operativen Erfolg des Projekts verknüpft.
Diese Evolution markiert einen grundlegenden Wandel darin, wie Projekte über die Tokenverteilung denken. Statt Tokens zu verschenken, um anfänglichen Buzz zu erzeugen, konzentrieren sich neuere Modelle darauf, Anreize mit der langfristigen Wertschöpfung in Einklang zu bringen. Der Wandel deutet darauf hin, dass der Markt reift und sich von spekulativen Geschenken hin zu Strukturen bewegt, die Nutzer für ihre fortlaufende Teilnahme und ihren Beitrag zur Gesundheit des Protokolls belohnen.
Fazit
Die Analyse von Delphi Digital signalisiert ein definitives Ende der Airdrop-Ära in der Kryptowährung. Mit überwältigenden Beweisen, dass die meisten Empfänger schnell verkaufen, nehmen Projekte zunehmend leistungsbasierte Tokenomics an, die Belohnungen an die tatsächliche Leistung des Protokolls knüpfen. Für Investoren und Nutzer bedeutet dies, dass zukünftige Tokenverteilungen wahrscheinlich echtes Engagement und Beiträge erfordern werden, anstatt einfach nur kostenlose Tokens zu beanspruchen. Der Wandel spiegelt eine breitere Reifung der Krypto-Industrie wider, die sich von kurzfristigen Anreizen hin zu nachhaltigen, wertorientierten Modellen bewegt.
Häufig gestellte Fragen
Q1: Warum sind Airdrops nicht mehr effektiv? A: Laut Delphi Digital verkaufen 78 % bis 94 % der Airdrop-Empfänger ihre Tokens innerhalb von 90 Tagen, was bedeutet, dass Airdrops nicht in der Lage sind, langfristige Haltergemeinschaften aufzubauen und stattdessen kurzfristige Spekulanten anziehen.
Q2: Was sind leistungsbasierte Token-Modelle? A: Diese Modelle verteilen Tokens basierend auf der tatsächlichen Leistung des Protokolls oder den Beiträgen der Nutzer, anstatt kostenlose Geschenke zu machen. Beispiele sind MegaETH, das 53 % des Angebots an Leistungsziele bindet, und Pendle, das 80 % der Einnahmen für Staker-Rückkäufe verwendet.
Q3: Waren Airdrops erfolgreich? A: Hyperliquid und Jito werden oft als Erfolge zitiert, aber Delphi Digital argumentiert, dass ihr Erfolg auf einzigartigen Faktoren wie massiven Rückkäufen oder gezielten Zielgruppen beruht, nicht auf der Airdrop-Strategie selbst.
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