Die Ölpreise stiegen am Dienstag aufgrund der ins Stocken geratenen Friedensverhandlungen zwischen Washington und Teheran, so RTHK. Diese Entwicklung trug auch zu den Gewinnen an den Aktienmärkten bei, insbesondere bei AI-bezogenen Tech-Aktien. Zwei der Hauptindizes an der Wall Street erreichten Rekordhöhen, bevor sie zum Handelsschluss leicht zurückgingen. Trotz der Turbulenzen auf dem Ölmarkt blieben die Preise unter dem jüngsten Höchststand von 100 US-Dollar pro Barrel. Inzwischen stieg die Inflation in der Eurozone im Mai auf 3,2 %, was wahrscheinlich eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank zur Folge haben wird, während die europäischen Aktien jedoch widerstandsfähig blieben.

Der Marktoptimismus wurde weiter durch Ankündigungen von US-AI-Riesen unterstützt. Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, plant, bis zu 80 Milliarden US-Dollar zu sammeln, um ihre AI-Infrastruktur auszubauen, während Berkshire Hathaway 10 Milliarden US-Dollar zugesagt hat. Jose Torres von Interactive Brokers bemerkte Bedenken hinsichtlich der AI-Ausgaben bei ungewisser Rentabilität, aber das Vertrauen in eine starke Wirtschaft mildert diese Sorgen. Anthropic, bekannt für seinen Claude-Chatbot, hat einen Antrag auf einen Börsengang gestellt, der das Unternehmen auf fast 1 Billion US-Dollar bewerten könnte.

Neil Wilson von Saxo Markets hob hervor, dass, obwohl die geopolitischen Spannungen im Iran erheblich sind, der AI-Sektor weiterhin den Schwung an den Aktienmärkten antreibt. Zudem zeigten die US-Daten zu offenen Stellen im April einen 23-Monats-Hoch, was auf eine starke Unternehmensnachfrage nach Arbeitskräften hinweist. Der S&P 500 stieg um 0,1 % auf 7.609, der Dow erhöhte sich um 0,5 % auf 51.307, und der Nasdaq gewann 7 Punkte auf 27.093.