Jetzt im Krypto-Space ist es ja so, dass kein Projekt, das sich nicht das Label "AI" aufklebt, sich überhaupt traut, rauszugehen und Hallo zu sagen. OpenLedger ist da ein typisches Beispiel für diesen Trend – sie fahren die Flagge "AI-Blockchain" hoch und rufen laut, sie würden die Datenverifizierung und Gewinnverteilung lösen. Auf den ersten Blick sieht das alles schick aus, aber schaut man genauer hin, sind die Kritikpunkte so zahlreich, dass man damit eine ganze Serie füllen könnte.

Zuerst mal das gehypte Proof of Attribution – im Grunde genommen wollen die doch nur, dass AI die Rechnungen macht, oder? Aber wie sieht die Realität aus? Die universellen Modelle von heute können sich nicht mal daran erinnern, was sie vor einer Sekunde gesagt haben. Wie kann man da erwarten, dass ein On-Chain-Protokoll jede Zeile Code und jeden Token präzise zurückverfolgen kann? Das ist so, als würde man einem kurzsichtigen Menschen sagen, er soll einen Faden durch eine Nadel ziehen, und das mit einem Mikroskop! Glauben die wirklich, die Algorithmen sind Wunderwesen? Dieses Zeug läuft vielleicht gut im Labor, aber wenn's um den großflächigen Einsatz geht, werden die Rechenkosten und die Latenz einem das Genick brechen.

Dann schauen wir uns das Token $OPEN an, das ist ja ein Lehrbuchbeispiel für "Will alles haben". Mal behaupten sie, es sei die Gasgebühr, dann wieder die Gebühren für die Inferenz, und dabei soll es auch noch Gewinnverteilung und Governance abdecken. Wow, ein Token soll alles machen, was Ethereum und Bittensor zusammen tun! Was kommt dabei raus? Die Community kriegt den Löwenanteil, und das Team sowie die Investoren sperren ihre Tokens ein Jahr lang, nur um sie dann langsam linear freizugeben. Das ist doch der klassische Trick: zuerst mit Airdrops Leute anlocken und später durch das Freigeben der Tokens die Leute abziehen. Wenn die frühen Investoren ihre Chips zum Entsperren bekommen, wird man sehen, ob der Markt die grandiose Erzählung von "Payable AI" noch halten kann.

Und dann gibt's da noch OpenLoRA, das angeblich mit einer einzelnen Karte tausende von Modellen laufen kann. Das klingt ja fast wie eine Druckmaschine! Aber jeder, der ein bisschen technisches Verständnis hat, weiß, dass dieses extreme Ausreizen des Videospeichers in der realen Produktionsumgebung nur ein idealisierter Höchstwert ist. Wenn es dann mal zu hoher Parallelität kommt, wird die Performance garantiert absacken.

Letztendlich ist OpenLedger nur ein Versuch, eine Menge Web3-Konzepte gewaltsam in die schwarze Box der AI zu zwingen. Die Geschichte klingt zwar ansprechend, aber wenn man vor den echten technischen Hürden steht, sind all diese schillernden Wirtschaftsmodelle im Grunde nur eine goldene Schicht auf einer Sense.

@OpenLedger #openledger $OPEN