Die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) hat digitale Vermögenswerte zu einer strategischen Priorität erhoben und betont die Notwendigkeit für regulatorische Klarheit rund um Blockchain-Technologie, Tokenisierung und die Infrastruktur des Krypto-Marktes bis 2030. Laut Cointelegraph wird dieser Wandel im Entwurf des strategischen Plans der SEC für die Haushaltsjahre 2026–2030 detailliert, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Der Plan skizziert breitere Ziele wie Kapitalbildung, Anlegerschutz und Modernisierung der Behörde und widmet ein spezifisches Ziel den digitalen Vermögenswerten und der Distributed Ledger-Technologie.

Die SEC hat sich zum Ziel gesetzt, eine solide regulatorische Grundlage für digitale Vermögenswerte und Technologien der Distributed Ledger durch einen rationalen, kohärenten und prinzipienbasierten Ansatz zu schaffen. Die Behörde erkennt das Potenzial von Blockchain- und Krypto-Vermögenswerte-Technologien an, die Finanzinfrastruktur Amerikas zu revolutionieren. Der strategische Plan hebt hervor, dass das Wachstum digitaler Vermögenswerte die bestehenden Vorschriften übertroffen hat, was eine größere rechtliche Sicherheit für Marktteilnehmer erfordert. Er identifiziert auch tokenisierte Angebote und On-Chain-Finanzinfrastrukturen als Bereiche, in denen die SEC die konforme Kapitalbildung unterstützen möchte. Darüber hinaus behandelt das Dokument Verwahrung, Handel und Staking-Dienste und betont die Notwendigkeit einer angemessenen Aufsicht ohne doppelte oder widersprüchliche regulatorische Anforderungen.

Eine bedeutende Priorität im Entwurf des Plans ist die Klärung der Verantwortlichkeiten zwischen der SEC und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC), ein langanhaltendes Problem in der Regulierung digitaler Vermögenswerte in den USA. Die SEC betont, dass die Schaffung klarer Regeln für digitale Vermögenswerte die Klärung der Zuständigkeitsfragen zwischen der SEC und der CFTC erfordert. Die Behörden haben bereits Schritte in Richtung einer engeren Koordination unternommen, wie durch eine im März unterzeichnete Vereinbarung zur Verbesserung der Zusammenarbeit und des Informationsaustauschs inmitten der sich entwickelnden Finanzmärkte belegt wird.

Die Zuständigkeitsgrenzen zwischen der SEC und der CFTC sind auch zentral für die kongressuellen Diskussionen über das Digital Asset Market Clarity Act, ein Marktstrukturgesetz, das darauf abzielt, einen regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte zu schaffen. Wie Cointelegraph zuvor berichtete, wird erwartet, dass die Gesetzgebung die Autorität der CFTC über große Segmente des digitalen Vermögenswertemarktes erweitern wird. Der Gesetzentwurf wurde letzten Monat aus dem Senatsausschuss für Bankwesen verabschiedet und soll nun auf den Senatsboden für eine vollständige Abstimmung weitergeleitet werden.