Beobachtungen und persönliche Meinungen von Nothing Research Partner 0xTodd, der folgende Inhalt stellt keine Anlageberatung dar.
In Vitaliks jüngstem langen Beitrag über die Reform der Ethereum Foundation spürt man deutlich einen Zustand von "Sorgen bringt Unruhe".
Normalerweise sind V Gods Artikel zwar sehr technisch und manchmal schwer verständlich, aber die Hauptbotschaft ist meist ziemlich klar. Doch diesmal, in Bezug auf die Reform der EF, wirkt sein Artikel eher ziellos, fast so, als würde er beim Schreiben hin und her schwanken.
Insbesondere nach 2026 haben bereits viele Schlüsselpersonen innerhalb der Ethereum Foundation das Unternehmen verlassen oder sind versetzt worden.
Gleichzeitig gibt es auf dem Markt immer mehr Diskussionen über die langfristige Richtung von Ethereum. Sogar der Gründer von Bankless (ein langjähriger ETH-Unterstützer) hat angekündigt, seine ETH zu liquidieren, und solche Ereignisse spiegeln in gewisser Weise die Veränderungen der Stimmung innerhalb der Community wider.
In Vitaliks Artikel gibt es jedoch einige Punkte, die es wert sind, beachtet zu werden:
1. EF wird in Zukunft weniger verkaufen
Das ist offensichtlich auch einer der Hauptpunkte, der die Marktteilnehmer am meisten interessiert. Tatsächlich hält EF derzeit nur eine relativ geringe Menge an ETH, etwa 0,16% des gesamten Angebots, also ungefähr 200.000 Stück.
2. Es wird erneut die Kernwerte von Ethereum betont
Vitalik hat erneut die 'CROPS'-Werte von Ethereum betont:
• Censorship resistance (Widerstand gegen Zensur)
• Resistance to capture (Widerstand gegen Capture)
• Open source (Open Source)
• Privacy (Privatsphäre)
• Security (Sicherheit)
In gewissem Sinne sind diese Werte sehr nah an der zuvor erwähnten Ethereum-Charta.
Übersetzt bedeutet das eigentlich, zu den ursprünglichsten und grundlegendsten Zielen der Blockchain zurückzukehren.
Vitalik hofft eher, dass Ethereum die aktuelle Sicherheit gegen 51%-Angriffe aufrechterhalten kann, anstatt nur auf TPS oder Geschwindigkeitserweiterung zu setzen. Für Ethereum hat Sicherheit nach wie vor Vorrang vor der Skalierung.
3. Er hat sich nicht auf KI gestürzt
Das ist ein interessanter Punkt.
Im letzten Jahr hat sich fast jede Tech-Narrative aktiv in Richtung KI bewegt, aber Vitalik hat in diesem Artikel kaum versucht, das KI-Konzept zu pushen, sondern hat weiterhin die langfristigen Werte, die Governance-Struktur und die grundlegenden Prinzipien von Ethereum diskutiert.
———
Lass uns unsere Meinung dazu äußern, sie ist nicht unbedingt ganz richtig, sondern dient nur zur Diskussion.
In der Vergangenheit hat die Ethereum Foundation, ähnlich wie die meisten Blockchain-Stiftungen, eine Menge an Kernentwicklung, Produktfortschritt und Ökosystemkoordination übernommen.
Aber ab 2026, mit dem schrittweisen Abgang oder Wechsel von Schlüsselpersonen wie Tim Beiko und Tomasz Stańczak, scheint die EF absichtlich von einer 'exekutiven Organisation' zu einer 'missionsorientierten Organisation' überzugehen.
Oder man könnte sagen, dass man sich schrittweise aus der ersten Reihe zurückzieht.
In gewissem Sinne ist das vielleicht keine schlechte Sache.
Aber Voraussetzung ist, dass Ethereum zuerst die noch ausstehenden Schlüsselaufgaben abschließen muss. Dazu gehören die künftigen Upgrade-Routen, die Fortsetzung der ZK-Implementierung im Hauptnetz und die weitere Erhöhung des Gas-Limits.
Wenn Ethereum in Zukunft in der Lage ist, die Leistung des Hauptnetzwerks um 2-3x zu steigern, während die aktuelle Sicherheit und Dezentralisierung beibehalten wird, könnte das für das gesamte Ethereum-Ökosystem bereits genug sein, um die nächste wichtige Narrative zu bilden.

