Der vierjährige Zyklus von Bitcoin läuft weiter – so die Meinung von Gründer Benjamin Cowen. Seiner Einschätzung nach fiel das aktuelle lokale Hoch fast genau auf die Zeiträume, die für frühere Marktzyklen typisch sind. Den nächsten Tiefpunkt erwartet der Analyst im vierten Quartal 2026.
Cowen glaubt nicht, dass die Einführung von Spot-ETFs, Unternehmenskäufe von Bitcoin oder die Diskussion über seinen möglichen Status als Reservevermögen der USA die gewohnte Marktstruktur gestört haben. Seinen Aussagen zufolge haben Investoren auch in jedem früheren Zyklus vom Eintritt eines „Superzyklus“ gesprochen, aber der Markt ist trotzdem in eine Bärenphase übergegangen.
In einem neuen Video hat der Gründer von Into the Cryptoverse auf die Experten reagiert, die hastig erklärt haben, dass der vierjährige Zyklus beendet ist.
„Bitcoin hat seinen Höchststand nur eine Woche später als üblich erreicht – trotz der Aussagen, dass der vierjährige Zyklus erschöpft ist“, bemerkte Cowen.
Laut seinen Daten wurden die beiden vorherigen Marktspitzen am 1059. und 1168. Tag nach der Bildung des Zyklustiefs erreicht. Im aktuellen Zyklus fand die Wende am 1162. Tag statt.
Der Analyst räumt ein, dass seine Prognose falsch sein könnte, betont jedoch: Jetzt müssen die Befürworter eines fortgesetzten Wachstums beweisen, dass sich der Markt tatsächlich verändert hat.
„So zu tun, als wäre jetzt alles anders wegen des angesagten Narrativs von der Wall Street – das ist derselbe Fehler, den Investoren in früheren und vorvorherigen Zyklen gemacht haben.“
Selbst bei einem relativ milden Szenario erwartet Cowen einen Rückgang des Bitcoin auf $60.000 später in diesem Jahr. Seiner Meinung nach kann man erst nach einem solchen Retest von einer Wiederbelebung des langfristigen Bullenmarktes sprechen.
Der Hauptindikator für die Bildung eines Zyklustiefs nennt der Analyst den Oktober 2026. Diese Fristen stimmen mit dem historischen Muster der Zwischenwahlen in den USA überein: Ähnliche Tiefststände hat der Markt 2014, 2018 und 2022 gebildet. Ähnliche Prognosen über die Zeitrahmen des nächsten Tiefpunkts vertreten auch andere Analysten des Kryptomarktes.
