Ganz ehrlich: Die Handelsrhythmik in dieser Zeit ist ein bisschen magisch.
Zuerst das Fazit:
$BTC Long 76200 läuft noch – ich halte weiter durch
$ETH Long 2100 steckt noch in der Abwägung fest

Beides sind Einstiege in der Hoffnung auf den Boden – aktuell steht eine Position im Plus, die andere im Minus.
Aber ich finde, das am meisten Wert zu Schreiben nicht diese zwei Positionen an sich sind, sondern der Weg bis zu dem Punkt, an dem wir heute angelangt sind – all die Lektionen, die mich geprägt haben, die ich aber irgendwann vergessen habe.
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Erster Absatz: Dieser schöne kurze Linien-Leerauftrag
Am 5/21 BTC an der Position 77800: Ich habe eine Short-Position mit 3,3 Kontrakten eröffnet.
Warum? Ganz einfach – RSI im Tageschart überkauft: 78000 ist eine ganze psychologische Schlüsselmarke. Käufer im Einzelhandel dürften sich dort mit hoher Wahrscheinlichkeit konzentrieren. Ich erwarte eine Rücksetzung für Gewinnmitnahmen.
Das kam tatsächlich genau wie erwartet: Zwei Tage später geht BTC zurück auf 75925, und ich schließe die Position.
Dieser Trade hat 6186 USDT eingebracht.
Als ich die Position schloss, war ich zwei Sekunden lang stolz – und genau diese Selbstgefälligkeit führte direkt zum Verlust im nächsten Trade.
Weil ich anfing zu glauben: „Ich verstehe den Markt jetzt.“
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Zweiter Trade: Die Lektion nach der Aufblähung
Am selben Tag, an dem ich den Short glattgestellt habe (5/23), eröffnete ich direkt danach einen Long @75925.
Die Logik klingt vernünftig: Der Short wurde geschlossen, und BTC ist tatsächlich gefallen. Dann müsste es doch jetzt wieder steigen, oder? Aber „es sollte wieder steigen“ ist keine Trading-Logik, sondern reines Glücksspiel-„Psychodriven“-Denken.
Dieser Long hielt keine anderthalb Tage durch – BTC fiel weiter auf 74900, und ich stoppte den Loss. Verlust: 512 USDT.
Der Betrag war nicht groß, aber die Lektion war schwer – halte dich nicht für unantastbar, nur weil du mit einer Runde Geld verdient hast, als hätte der Markt dir etwas geschuldet.
Wenn ich zurückblicke: Wenn ich damals gestoppt hätte und erst bei einem anständigen Reversal-Signal eingestiegen wäre – statt „ich finde, es ist genug gefallen“ und dann einfach einen Long eröffne – dann wäre dieser Verlust komplett vermeidbar gewesen.
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Dritter Eintrag: Trotz auf der linken Seite, die entschlossen Messer ansetzt
5/23 abends: BTC fällt weiter auf 75620, und ich bin wieder eingestiegen. Diesmal ist die Positionsgröße sehr klein – nur 0,5 Kontrakte. Rational weiß ich, dass ich auf der linken Seite den Boden abtaste. Die einzige Verteidigung ist eine leichte Position.
Bis zum 5/24 springt BTC auf 76200, und ich erhöhe auf 3,117 Kontrakte.
Wichtig ist, es dreimal zu sagen: Beim Nachlegen mach den Durchschnittspreis in der Rebound-Phase – nicht ALL IN in der Abwärtsphase.
Aktuell liegt die Einstiegskosten dieser Long-Position bei 76200. Der Kurs schwankt zwischen 76600 und 77200. Der schwebende Gewinn liegt bei 1000–2800 USDT. Nicht riesig, aber es gibt strukturellen Support – die Aufwärtstrendlinie auf 4H-Basis ist noch nicht gebrochen. Der Stop-Loss liegt bei 75900 (unterhalb des 4H-Tiefs als Support). TP ist bereits platziert.
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Zur Situation von ETH: ein Pärchen-Trade, den man gemeinsam durchzieht.
5/21 am selben Tag: Ich eröffnete bei 2140 58 Short-Kontrakte – ich wettete auf eine Rückkehr nach überkauft. Am 5/23 schloss ich bei 2079 und verdiente 3497 USDT.
Und dann habe ich wieder dasselbe gemacht wie bei BTC: Kurz nachdem der Short geschlossen war, dachte ich: „ETH sollte doch nachziehen, oder?“ Am 5/24 eröffnete ich 30 Long-Kontrakte bei 2100. Ergebnis: ETH hat nicht nachgezogen, sondern ist sogar ein kleines bisschen gefallen. Aktuell bewegt es sich zwischen 2098 und 2100 und „reibt“ sich. Ungefähr schwebender Verlust um die 38 USDT.
Die Logik des ETH-Long ist schwächer als die des BTC-Trades: Ich hatte keinen starken Signal-Support für diesen Einstieg. Mehr ist es diese Art von Antrieb aus Angst: „BTC ist schon gestiegen – warum bewege ich mich nicht?“ Das ist aktuell die Position, die ich am meisten kürzen möchte, aber noch nicht kürzen will.
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Vergleich der aktuellen Lage der beiden gehaltenen Positionen
- BTC | Long | 3,117 @76200 | aktuell ~76800 | schwebend im Plus +1800+ | Struktur stabil
- ETH | Long | 30 @2100 | aktuell ~2099 | schwebender Verlust -30 | Struktur schwach
Die Struktur von BTC hat zumindest im 4H-Bereich Support: Logik, Stop-Loss, Take-Profit – insgesamt ist es ein Trade, den man „wagen konnte“. Bei ETH… ehrlich gesagt ist mein Vertrauen in ETH nicht so groß wie bei BTC. Wenn ETH unter 2080 fällt, werde ich ohne Zögern den Stop-Loss auslösen.
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Zukünftiger Handelsplan
Umgang mit der offenen Position
- BTC: Halten bis TP ausgelöst oder Struktur bricht. Solange der 4H-Aufwärtstrend nicht bricht, bleibt alles wie es ist. Der Stop-Loss bei 75900 ist bereits platziert.
- ETH: Abwarten. Wenn es auf 2115–2120 reboundet, ziehe in Erwägung, die halbe Position zu reduzieren, um Gewinne zu sichern. Unter 2080: Stop-Loss und raus.
Richtung der nächsten Strategie
1. Rückkehr zu hoher Trefferquote bei Shorts – ich liege bei Tops zuverlässiger als bei Bottoms. Die Hauptpositionsgröße bleibt für Shorts mit Bestätigung der Top-Struktur. Longs mache ich nur als Right-Side-Follow-up.
2. Mechanismus zur erzwungenen Abkühlung – nach einem großen Gewinn mindestens 1–2 Kerzen auf 4H-Rhythmus Pause. Diese Regel habe ich bereits in das Handelssystem eingebaut.
3. Boden auf der linken Seite höchstens 5% vom gesamten Eigenkapital – mit kleiner Position abtasten, nicht nach Gefühl wetten
4. ETH nicht mehr hinterherjagen – nur Follow-up nach dem, was BTC im Leittrend vorgibt, oder bei extremer Panik Bottom-Fischen. In der chaotischen Zwischenzone keine Trades.
5. Vor allem Intraday-Spreads – keine Trades über Nacht halten, außer es gibt einen klaren Trend-Support
Grundsatz auf der Basisebene
Ein Satz: Zu wissen, wann du richtig gut bist und wann du leicht Fehler machst – und dann bewusst deine Schwächen umgehst.
Meine Daten sind sehr klar:
- Short-Erfolgsquote > Long-Erfolgsquote
- Nach Gewinn sinkt die Gewinnwahrscheinlichkeit beim nächsten Trade deutlich
- Boden auf der linken Seite kann Gewinn bringen, aber die Positionsgröße muss extrem leicht sein
- ETH ist nicht mein Revier
Diese Schlussfolgerungen stehen längst im Trading-Tagebuch. Das Problem ist nicht, dass ich es nicht weiß. Sondern dass ich es umgesetzt habe – und dabei habe ich mich aufgeblasen und vergessen.
Darum ist dieser Artikel weniger für andere gedacht, sondern mehr als eine Checkliste/Notiz für mich in der nächsten Woche. Wenn du das nächste Mal richtig viel Geld machst und dich aufblähst, schlag das Ding raus und lies es noch einmal: Du bist nicht klüger als der Markt. Du hattest nur Glück, ein paar Mal richtig gelegen zu haben.
Und dann stoppte ich. Erst tief durchatmen. Dann auf die nächste Kerze warten.
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2026/5/26 festgehalten während der Haltedauer. BTC 3,117 Long @ 76200, ETH 30 Long @ 2100.
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