Die verwundbarsten Banken sind hauptsĂ€chlich regionale oder mittelgroße Institute, nicht so sehr die großen systemrelevanten Banken. Einige von Analysten erwĂ€hnte:

  • First Republic Bank: Es hatte ein sehr hohes Kredit-/EinzahlungsverhĂ€ltnis („loan-to-deposit ratio“) von etwa 94 % im Vergleich zu einem Durchschnitt von etwa 68 % fĂŒr vergleichbare Banken. Dies deutet darauf hin, dass es fast alle seine Einlagen fĂŒr Kredite verwendete, was seine LiquiditĂ€tsreserve verringert.

  • Truist Financial, KeyCorp, Huntington Bancshares, Comerica: Diese wurden ebenfalls als regionale Banken identifiziert, die in der Analyse von Morningstar höheren LiquiditĂ€ts- oder Kapitalrisiken gegenĂŒberstehen.

Große Banken („global systemically important banks“ oder GSIBs) haben grĂ¶ĂŸere LiquiditĂ€tsreserven, zeigen jedoch auch AbflĂŒsse von Bargeld (net cash outflows), die darauf hindeuten, dass selbst fĂŒr sie die Situation nicht völlig risikofrei ist. Zum Beispiel zeigte der Bericht, dass große Banken einen Anstieg von ~US$ 123.8 Milliarden an erwarteten BargeldabflĂŒssen unter Stress von 30 Tagen zum 30. Juni 2025 verzeichneten.

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📋 Warum sind sie exponiert? (SchlĂŒsselfaktoren)

  • Hoher Anteil an nicht versicherten Einlagen oder großen Einlegern: Wenn viele Einleger Konten ĂŒber dem versicherten Schwellenwert (~US$ 250 000 in den USA) haben, können sie sich schnell zurĂŒckziehen, wenn Bedenken bestehen.

  • Hohes Kredit-/EinlagenverhĂ€ltnis: Wenn eine Bank einen großen Teil ihrer Einlagen verleiht, bleibt weniger zur UnterstĂŒtzung von Abhebungen oder sofortiger LiquiditĂ€tsanforderungen.

  • Exposition gegenĂŒber Vermögenswerten mit verborgenen Verlusten/unrealized losses: Mit hohen ZinssĂ€tzen haben viele Banken latente Verluste in ihren Anleiheportfolios oder langfristigen Wertpapieren, was die FlexibilitĂ€t verringert, Vermögenswerte ohne Verluste zu verkaufen, wenn sie LiquiditĂ€t benötigen.

  • AbhĂ€ngigkeit von Großfinanzierungen oder kurzfristigen MĂ€rkten: Banken, die stĂ€rker auf GroßfinanzierungsmĂ€rkte (Repos, Commercial Paper usw.) angewiesen sind, können anfĂ€lliger sein, wenn diese MĂ€rkte in Stresssituationen „schließen“.

  • Hohe Refinanzierungskosten / reduzierte Zinsmargen: In Umgebungen mit hohen Zinsen ist es teurer, LiquiditĂ€t aufrechtzuerhalten, und die Gewinne aus der Kreditvergabe können sinken, was den Druck auf die Bank erhöht.

  • Exposition gegenĂŒber nicht-bancaren Einrichtungen (non-bank financial institutions, NBFIs): Viele Banken haben große Kredite oder Expositionen gegenĂŒber weniger regulierten Institutionen, was das Risiko einer Ansteckung aus dem „Schatten“-Sektor erhöht. Zum Beispiel warnt der Internationale WĂ€hrungsfonds, dass einige Banken eine Exposition gegenĂŒber NBFIs haben, die ihr Tier-1-Kapital ĂŒbersteigt.

#BankingNews

🔍 SchlĂŒsselfaktoren zur Bewertung der Exposition

Bei der Bewertung, welche Banken ein höheres LiquiditĂ€tsrisiko haben, sind hier einige Indikatoren, die man ĂŒberwachen sollte:

  • VerhĂ€ltnis von Krediten zu Einlagen („Kredit-zu-Einlagen-VerhĂ€ltnis“).

  • Prozentsatz der Einlagen, die versichert sind vs. nicht versichert.

  • QualitĂ€t der liquiden Mittel (liquid assets) im Vergleich zur Gesamtzahl der Vermögenswerte; wie viel dieser Vermögenswerte von „hoher QualitĂ€t“ / leicht realisierbar sind. Zum Beispiel wies der Bericht der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) darauf hin, dass das VerhĂ€ltnis von „liquiden Mitteln zu Gesamtvermögen“ im Jahr 2024 moderat auf ~25,8 % gesunken ist.

  • Exposition gegenĂŒber latenten Verlusten in zum Markt bewerteten Wertpapieren (unrealized losses in Anleiheportfolios) und der Anteil der Vermögenswerte, die „held-to-maturity“ vs. „available-for-sale“ sind.

  • AbhĂ€ngigkeit von Großfinanzierungen oder kurzfristigen MĂ€rkten (vs. stabile Einlagen).

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🎯 Relevanz fĂŒr die Krypto-MĂ€rkte

Der LiquiditĂ€tsstatus der Banken ist aus mehreren GrĂŒnden wichtig fĂŒr das Krypto-Ökosystem:

Wenn Banken mit LiquiditĂ€tsengpĂ€ssen konfrontiert sind, können sie die Bereitstellung von Dienstleistungen fĂŒr das Krypto-Ökosystem (On/Off-Ramps, Kreditlinien, Bankverwahrung) reduzieren, was die Kosten fĂŒr den Betrieb im Krypto-Bereich erhöhen kann.

Ein Episode von Bankstress kann einen „flight to safety“ (Flucht in als weniger risikoreich angesehene Vermögenswerte) oder VerkĂ€ufe zur Absicherung von Positionen auslösen, was Krypto beeintrĂ€chtigen kann.

Im Gegensatz dazu könnten, wenn Banken schwach sind, einige Investoren bestimmte KryptowÀhrungen als LiquiditÀtsalternative oder Schutz ansehen (obwohl dieser Effekt weniger vorhersagbar ist).

Der Kryptomarkt kann auf Nachrichten aus dem Bankwesen (zum Beispiel große Abhebungen, Bankverluste usw.) mit zusĂ€tzlicher VolatilitĂ€t reagieren

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