Investitionsstratege Tom Lee ist der Ansicht, dass Ethereum sich in einer Phase möglicher zyklischer Wendepunkte befindet. Seine Schlussfolgerungen äußerte er auf der Futu Expo 2026 in Hongkong, gestützt auf historische Marktanaloga und On-Chain-Metriken.

Ähnlichkeit mit großen Rückgängen des S&P 500

Laut ihm hat der Berater von Bitmine, Tom DeMark, eine starke Ähnlichkeit der aktuellen ETH-Dynamik mit zwei großen Korrekturen des US-Aktienmarktes festgestellt: dem Crash von 1987 und dem Rückgang von 2011. Er stellte fest, dass die Korrelation des Verhaltens von Ethereum mit dem Modell von 1987 93 % erreicht. Wenn das Szenario von 1987 das genaueste Analogon ist, könnte ETH am 7. März einen Boden gebildet haben. Wenn das Szenario von 2011 näher liegt, könnte der Markt sich derzeit im Prozess der Bodenbildung befinden. In beiden Fällen zieht er eine Schlussfolgerung: Der Markt könnte aus dem Kryptwinterschlaf herauskommen.

Realisierter Preis als Markt-Schmerzpunkt-Referenz

Tom Lee weist auch auf den realisierten Preis hin - den durchschnittlichen Kaufpreis der Münzen basierend auf ihrer letzten Bewegung im Netzwerk. Laut ihm liegt der realisierte Preis von Ethereum derzeit bei etwa $2.241. Historisch gesehen wurde ETH an den Markttiefstständen mit einem erheblichen Rabatt auf diese Kennzahl gehandelt: 2022 erreichte der Rabatt 39 %, und 2025 lag er bei etwa 21 %, woraufhin der Preis zu steigen begann. Derzeit schätzt Lee, dass der Rabatt bei etwa 22 % liegt, was bedeutet, dass sich der Markt in einer Zone befindet, in der zuvor Wendepunkte eintraten.

Langfristiger Kontext

Er erinnerte auch daran, dass Ethereum in den letzten 10 Jahren um etwa 49.000 % gestiegen ist, was einer fast 490-fachen Erhöhung der Investitionen entspricht. Zum Vergleich: BTC verzeichnete im selben Zeitraum etwa 11.000 % Wachstum, während die Aktien von Nvidia etwa 65-fach zulegten.