Was mich an Midnights Idee von "Privatsphäre als Standard" am meisten berührt, ist wie menschlich es sich anfühlt. In der heutigen digitalen Welt werden wir ständig aufgefordert, zu beweisen, wer wir sind, unsere Daten zu teilen und Teile von uns aufzugeben, nur um online zu existieren. Irgendwo auf dem Weg hörte die Privatsphäre auf, ein Recht zu sein, und begann, sich wie ein Privileg anzufühlen.
Für mich ist das zutiefst unangenehm.
Wenn Nutzer die regulatorischen Anforderungen erfüllen können, ohne ihre volle Identität offenzulegen, dann ist das größer als eine technische Funktion – es ist ein Zeichen des Respekts. Es sagt den Menschen: "Du verdienst Sicherheit, ohne deine Würde zu verlieren."
Aber es lässt mich auch fragen: Warum haben wir Überexposition überhaupt normalisiert? Wie viele Stimmen blieben still, weil die Menschen sich nicht geschützt genug fühlten, um zu sprechen? Und wenn Compliance ohne ständige Überwachung möglich ist, was haben wir dann all die Zeit opfern müssen?