In den letzten Jahren lag der Schwerpunkt der KI-Diskussion auf den Fähigkeiten von Modellen, zum Beispiel, wessen Modell intelligenter ist und wessen Rechenleistung stärker ist. Aber als die künstliche Intelligenz begann, in die reale Welt einzutreten, war die Situation völlig anders. Automatisierte Lagerroboter, Lieferroboter und industrielle Roboterarme nehmen zunehmend an der echten Produktion teil. Mit der stetig wachsenden Anzahl von Maschinen taucht ein neues Problem auf: Wie werden diese Maschinen verwaltet und wie arbeiten sie zusammen?

Im traditionellen Modell gehören Roboter in der Regel einem bestimmten Unternehmen. Systeme, Daten und Aufgabenverteilung werden intern im Unternehmen erledigt. Diese Struktur ist in einem einzelnen Szenario sehr effizient, aber in einem größeren industriellen Umfeld gibt es deutlich Einschränkungen. Geräte verschiedener Hersteller sind schwer interoperabel, Daten können nicht geteilt werden, und Roboter können kein größeres Kooperationsnetzwerk bilden.

Genau das ist das Problem, das @Fabric Foundation lösen möchte. Die vorgeschlagene Idee besteht darin, ein offenes zugrunde liegendes Netzwerk für Roboter zu schaffen, damit Maschinen wie Internetgeräte in ein einheitliches System eingebunden werden können. Jeder Roboter kann eine eigene digitale Identität besitzen, sein Verhalten im Netzwerk aufzeichnen, Aufgaben ausführen und Abrechnungen durchführen.

Der Kern dieses Designs liegt in der "Vertrauenswürdigkeit". Wenn Roboter beginnen, mehr reale Aufgaben zu übernehmen, benötigt die menschliche Gesellschaft eine Möglichkeit, das Verhalten von Maschinen zu überprüfen. Wenn ein Roboter eine falsche Entscheidung trifft, muss das System in der Lage sein, zurückzuverfolgen, was zu diesem Zeitpunkt passiert ist. Zu diesem Zweck schlägt Fabric die Verwendung eines verifizierbaren Berechnungsmechanismus vor. Roboter müssen bei der Ausführung kritischer Aufgaben kryptografische Nachweise generieren, um zu beweisen, dass ihr Rechenprozess wahr und gültig ist, und die Ergebnisse zur Überprüfung ins Netzwerk einreichen. Auf diese Weise befindet sich der Entscheidungsprozess der Maschinen nicht mehr vollständig in einer geschlossenen Umgebung.

In diesem Netzwerk spielt $ROBO eine wirtschaftliche Antriebsrolle. Roboter führen Aufgaben im Netzwerk aus, rufen Ressourcen ab, zeichnen Daten auf und müssen die Abrechnung über Token abschließen. Gleichzeitig können auch Teilnehmer, die Rechenleistung, Bandbreite und Datenressourcen bereitstellen, durch das Netzwerk Anreize erhalten. Dies ermöglicht es dem gesamten System, eine selbstlaufende Wirtschaftsstruktur zu bilden.

Aus einer breiteren industriellen Perspektive betrachtet, bewegt sich die Robotikbranche von "Gerätekonkurrenz" zu "Systemkonkurrenz". Zukünftig wird nicht nur die Leistung einzelner Roboter wichtig sein, sondern auch, ob sie in der Lage sind, ein großflächiges Kooperationsnetzwerk zu bilden. In Bereichen wie Logistik, Fertigung und städtischen Dienstleistungen müssen verschiedene Arten von Robotern gemeinsam Aufgaben erledigen. Wenn jedes System geschlossen ist, wird es schwierig sein, diese Zusammenarbeit zu erreichen.

Die Richtung, die von ROBO vorgeschlagen wurde, ist in Wirklichkeit näher an einem Netzwerk für maschinelle Zusammenarbeit. Roboter können sich in derselben Infrastruktur registrieren, Aufgaben empfangen, Arbeiten erledigen und Abrechnungen erhalten. Entwickler können auch auf der Grundlage dieses Netzwerks neue Anwendungen entwickeln, um Kooperationsbeziehungen zwischen verschiedenen Geräten herzustellen.

Aus technischer Sicht spiegelt dieser Versuch auch einen Trend wider. Die Blockchain hat ursprünglich das Problem des finanziellen Vertrauens gelöst, und mit der Entwicklung von KI und Hardware werden ähnliche Technologien zunehmend in der Maschinenwelt eingesetzt. Ihre Rolle besteht nicht nur darin, Transaktionen aufzuzeichnen, sondern auch, das Verhalten von Maschinen zu dokumentieren, Berechnungsergebnisse zu verifizieren und die Beziehungen zwischen mehreren Teilnehmern zu koordinieren.

Natürlich befindet sich die Maschinenwirtschaft noch in einem sehr frühen Stadium. Aber mit der kontinuierlichen Steigerung des Automatisierungsgrades könnte die Anzahl der Roboter schnell zunehmen, ähnlich wie bei Internetgeräten. Sobald dies der Fall ist, wird ein grundlegendes Netzwerk, das es Maschinen ermöglicht, zusammenzuarbeiten, abzurechnen und reguliert zu werden, von entscheidender Bedeutung sein.

#ROBO diskutiert nicht nur einen kurzfristigen Trend, sondern ein langfristiges Problem: Welche Infrastruktur benötigt die menschliche Gesellschaft, um Maschinen zu verwalten, wenn sie zu einer wichtigen Produktionskraft werden? Wer zuerst ein solches Netzwerk aufbaut, könnte in der kommenden Maschinenära eine Schlüsselposition einnehmen.