Obwohl Spot-ETFs großes Interesse von großen Institutionen geweckt haben, führte der Start des Bitcoin-ETFs nicht zu der starken Rallye, die viele erwartet hatten. Deshalb fragen sich viele Menschen, warum der Preis immer noch unter wichtigen Widerstandsniveaus feststeckt. Es geht nicht um ein Unternehmen oder eine versteckte Kraft, die den Markt kontrolliert. Der wahre Grund liegt darin, wie das ETF-System die Preisfindung verändert.
Können Institutionen Bitcoin helfen?
Das System der autorisierten Teilnehmer (AP) steht im Mittelpunkt des Gesprächs. Die ETF-Preise werden durch die Liquidität, die von großen Finanzinstitutionen wie Jane Street, JPMorgan und anderen bereitgestellt wird, im Einklang mit dem zugrunde liegenden Wert von Bitcoin gehalten. Sie sind da, um die Effizienz aufrechtzuerhalten, nicht um die Preise zu erhöhen. Diese Unterscheidung ist wichtig. Als Market Maker und Arbitrageure priorisieren APs das Risikomanagement über das Platzieren von bullischen Wetten auf die langfristige Entwicklung von Bitcoin.

Die größte Veränderung besteht darin, dass Geld, das in ETFs fließt, nicht immer tatsächlichen Kauf von Bitcoin auf dem Spotmarkt bedeutet. Viele Menschen glauben, dass, wenn Institutionen über ETFs investieren, dies automatisch direkte Bitcoin-Käufe erzwingen und den Preis nach oben treiben sollte.
Aber in Wirklichkeit können autorisierte Teilnehmer ihre Exposition verwalten, indem sie Terminkontrakte oder andere verbundene Finanzinstrumente verwenden, anstatt sofort Bitcoin auf dem Spotmarkt zu kaufen. Aus diesem Grund wird die Nachfrage, die einst starken Angebotsdruck verursachen konnte, nun über verschiedene Schichten des Finanzsystems verteilt, was die unmittelbaren Auswirkungen auf den Preis verringert.
Probleme mit dem Angebot
Dieses Setup schwächt den starken Feedback-Zyklus, der früher die explosiven Rallyes von Bitcoin antrieb. In der Vergangenheit mussten Käufer in die Börsen stürzen, um das begrenzte Angebot zu ergreifen, was die Preise schnell nach oben trieb. Jetzt kann Exposition auf synthetische Weise geschaffen werden, anstatt dass Investoren um Coins auf dem offenen Markt kämpfen.
Da Terminmärkte viel von diesem Druck aufnehmen können, neigen Preisbewegungen dazu, kontrollierter und weniger aggressiv zu sein. Es ist nicht so, dass Bitcoin absichtlich gedrückt wird, sondern die Art und Weise, wie das System jetzt funktioniert, mildert die Intensität der Preisfindung.
Das Modell der Schaffung und Einlösung in natura trägt zu diesem Effekt bei. Große Akteure können Bitcoin langsam über außerbörsliche Geschäfte beziehen, anstatt massiv an Börsen zu kaufen und scharfe Preisspitzen zu verursachen. Dadurch werden die plötzlichen Schocks beseitigt, die einst zu vertikalen Preissprüngen führten, und der Kaufdruck wird über die Zeit verteilt.
Aus technischer Sicht sieht Bitcoin immer noch fragil aus, aber aus einer breiteren Marktperspektive scheint es sich zu stabilisieren. Die jüngsten Preisbewegungen zeigen, dass Käufer versuchen, wichtige Unterstützungsbereiche zu schützen, doch die gesamte Struktur spiegelt mehr Vorsicht als starken erneuten Schwung wider.

