Die Emission von Coins durch die Trump-Familie ist kein einseitiges Verhalten; sie ist sowohl eine kommerzielle Ernte, die politische Dividenden nutzt, als auch eine geschäftliche Expansion, die versucht, mit politischer Macht das Finanzgefüge neu zu gestalten. Doch der zentrale Antrieb dahinter ist vielleicht nicht die Rettung des Dollars, sondern die starke „Rache“-Motivation und der enorme Interessenkonflikt, die sie in ihren Worten äußern.
Wir können die Debatte aus zwei Perspektiven betrachten: „Ernte“ und „Rettung des Dollars“.
Winkel eins: Warum sagt man, dass dies eine „politische und kommerzielle Kombinationsernte“ ist?
Die Argumente für diesen Standpunkt sind sehr solide und zeigen sich in mehreren Aspekten:
· Die Familie erzielt riesige Gewinne, während Kleinanleger massive Verluste erleiden: Die Trump-Familie kann durch ihre Krypto-Plattform WLFI 75 % der Nettoumsätze des Projekts erzielen und kontrolliert 60 % der Anteile, was zu Gewinnen von mehreren hundert Millionen Dollar geführt hat. Direkt bevor er ins Amt kam, wurde die "TRUMP"-Memecoin eingeführt, was zu einem Gesamtverlust von 2 Milliarden Dollar für etwa 800.000 Investoren führte, was als "epische Ernte" angesehen wird.
· Insiderinformationen genutzt, Verdacht auf Vorteilsgewährung: Analysen haben ergeben, dass vor der offiziellen Veröffentlichung der "TRUMP"-Münze und der "MELANIA"-Münze "Wale"-Konten im Voraus kauften und dann zu Höchstpreisen verkauften, was verblüffend präzise war. Darüber hinaus wurde der Gründer von TRON, Sun Yuchen, nach einer Investition von 30 Millionen Dollar in WLFI zum Projektberater, was weitreichend als indirekte "politische Spende" in Frage gestellt wird.
· Die tödliche Kontroverse des "Schiedsrichters, der selbst spielt": Dies ist die Kernfrage. Trump als Präsident kann die gesamte Krypto-Industrie tiefgreifend beeinflussen. Beispielsweise hat er das (Stablecoin-Gesetz) unterzeichnet, um den Weg für USD1 zu ebnen. Gleichzeitig erwarb eine mit Abu Dhabi verbundene Einheit 49 % der Anteile an WLFI für 500 Millionen Dollar, wobei die Vereinigten Arabischen Emirate das Land sind, mit dem Trump verhandeln muss. Senatorin Elizabeth Warren bezeichnete dies als "schockierendes Korruptionsinstrument".
Winkel zwei: Ist das der "verzweifelte Kampf", um aus der Dollarkrise herauszukommen?
Die Aussagen der Trump-Familie sind grandios, aber die Realität ist viel komplexer:
· Die offizielle "große Erzählung": Trumps Söhne behaupten, die Einführung von USD1 sei dazu gedacht, dem Dollar ein "Upgrade" zu geben, um die Dollar-Hegemonie durch Innovation im privaten Sektor zu wahren und seine dominierende Stellung im digitalen Währungszeitalter zu sichern. Sie vergleichen ihr Handeln sogar mit der Gründung des Dollars in den USA im Jahr 1792.
· Unübersehbare "Rache"-Motivation: Sie verschleiern nicht, dass die wahre Motivation "Rache" ist. Sie behaupten, dass die Familie nach dem Vorfall am Capitol Hill im Jahr 2021 von traditionellen Banken wegen ihrer politischen Haltung "blockiert" wurde, ihre Konten geschlossen wurden und sie daher ihre eigenen Finanzinstrumente schaffen mussten. Donald Trump Jr. bezeichnete traditionelle Banken als "Ponzi-Schema".
· Möglicherweise gegenteilige Effekte: Ironischerweise könnte diese "Trump-typische" finanzielle Innovation den Dollar schwächen. Wenn der Präsident seine Macht nutzt, um den Weg für die Familienwährung zu ebnen, wird dies nur andere Länder (wie Europa, das den digitalen Euro vorantreibt) beschleunigen, nach Alternativen zum Dollar zu suchen, um den systematischen Risiken zu entgehen, die durch die "Privatisierung" und "Politikalisierung" des Finanzsystems der USA entstehen.
Daher ist dies sowohl eine kommerzielle Ernte als auch eine Verwertung politischer Einflusskraft. Es bindet geschickt "öffentliche Macht" und "private Interessen" tief miteinander und nutzt die politischen Vorteile, die mit dem Präsidentenstatus einhergehen, um neue Schlachtfelder für das Familiengeschäftsimperium zu erschließen.
Im Kern ähnelt dies eher einer Aktion, die im Namen der "finanziellen Innovation" unternommen wird, in Wirklichkeit jedoch darauf abzielt, "finanzielle Befreiung" und "geschäftliche Rache" zu suchen. Was die Trump-Familie loswerden möchte, ist nicht die Krise des Dollars, sondern die Tatsache, dass sie vom traditionellen Finanzsystem ausgeschlossen wurde – nur dass sie diesmal die Macht des ganzen Landes als Einsatz nutzt.
Letztendlich ist dies ein Familiengeschäft, das unter dem Banner des Staates mit starkem Racheton betrieben wird. Glaubst du, dass dieses Modell, das die Präsidentschaft und das Familiengeschäft eng miteinander verknüpft, letztendlich das amerikanische Finanzsystem "aufwerten" oder die "Pandora's Box" öffnen wird?

