Tom Lee ist der Meinung, dass der Kryptomarkt trotz der Bedenken des Obersten Gerichtshofs und der Zölle weiterhin Potenzial hat.
Der Kryptomarkt steht unter starkem Druck nach den politischen Veränderungen in den USA. Laut Fundstrat hat Bitcoin eine Korrektur von fast 50% erfahren, während der gesamte Markt innerhalb von 24 Stunden über 100 Milliarden USD verloren hat, als das Kapital in sichere Anlagen wie Gold und Silber floss.
Der Hauptgrund liegt in den Änderungen der Steuerpolitik. Nachdem das Oberste Gericht der USA teilweise das Recht zur Erhebung von Notsteuer beschränkt hat, reagierte der Markt zunächst positiv. Allerdings hat die schnelle Einführung eines neuen Steuersatzes von bis zu 15% durch die Regierung das Risikoempfinden verringert und den Kapitalfluss aus dem Kryptobereich in Edelmetalle gefördert – wo Gold sogar 5.160 USD/Unze überschreitet.
Dennoch ist Tom Lee der Ansicht, dass dies kein „Krypto-Winter“ ist, sondern lediglich ein „kurzfristiger Sturm“, der durch makroökonomische Faktoren verursacht wird, und nicht durch interne Probleme der Blockchain. Die On-Chain-Aktivität, die Tokenisierungsgeschwindigkeit und die Beteiligung von Institutionen steigen weiterhin – was darauf hindeutet, dass die Marktgrundlagen nicht geschwächt sind.
Ein bemerkenswerter Punkt ist die Struktur des Kapitalflusses. Wenn die makroökonomische Unsicherheit zunimmt, wird Krypto derzeit zusammen mit riskanten Anlagen eingestuft, statt wie zuvor als „digitales Gold“. Dies erklärt, warum jeder politische Schock starken Verkaufsdruck mit sich bringt.
Auf der positiven Seite liegt der Fokus auf dem Geldzyklus. Wenn die neuen Steuern das Wachstum verlangsamen und die Fed zwingen, die Zinsen zu senken, könnte ein lockeres Liquiditätsumfeld ein Katalysator für einen neuen Aufwärtszyklus von Krypto werden.
