Gestern Nacht sah ich einen Film, und er hat mich tief verunsichert. Es war USS Indianapolis: Men of Courage – eine Geschichte über den Untergang der USS Indianapolis und das unvorstellbare Leiden der Seefahrer, die hilflos auf dem Meer trieben. Der Film will, dass du um sie trauerst – und das tust du. Du siehst ihre Angst, ihren Durst, ihre Verzweiflung. Du fühlst die Grausamkeit des Ozeans und die Stille, die auf ihre verzweifelten Hilferufe folgte.

Aber irgendetwas daran ließ mich nicht zur Ruhe kommen. Dieses Schiff hatte gerade Teile der Atombomben geliefert, die auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen wurden, ganze Städte auslöschend und unzählige Zivilisten tötend. Doch der Film konzentriert sich fast ausschließlich auf die Tragödie auf See und auf die innere Schuld eines Kapitäns und eines U-Bootfahrers, als ob ihr Leiden irgendwie gleichwertig wäre.

Ich verstehe die Absicht — Krieg verletzt jeden — aber es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen dem Verlust eines Lebens auf See und der Lieferung einer Waffe, die ganze Nachbarschaften und Generationen ausgelöscht hat. Trauer, die intim auf dem Bildschirm dargestellt wird, sollte niemals das Gedächtnis an verbrannte Städte außerhalb der Kamera auslöschen.

Und das Unbehagen, das ich in diesem Theater fühlte, blieb nicht im Theater. Es folgte mir bis heute. Während ich die Nachrichten durchscrollen, gibt es echte Ängste, dass ein großer Militärschlag „jederzeit“ passieren könnte — nicht in einem fernen Kriegsfilm, sondern in der realen Welt, die die Vereinigten Staaten und den Iran betrifft, mit Kampfflugzeugen, Flugzeugträgern und Kampfjets, die in Position gebracht werden, und politischen Führern, die offen über einen „begrenzten Angriff“ sprechen, über den sie noch entscheiden.

Unterdessen leben die Menschen in Gaza weiterhin unter Bombardements, Krankenhäuser haben zu wenig Vorräte, Häuser liegen in Trümmern, und Zivilisten — Kinder, Eltern, Großeltern — geraten ins Kreuzfeuer eines Konflikts, den sie nicht gewählt haben.

Es ließ mich nachdenken: Warum humanisieren wir eine Tragödie so lebhaft — die Gesichter von ein paar hundert Seeleuten — während andere Tragödien, die Zehntausende oder Hunderttausende von Zivilisten betreffen, emotional kaum registriert werden, bis sie Schlagzeilen werden? Warum verinnerlichen wir eine Geschichte, distanzieren uns aber von einer anderen?

Ich schreibe das nicht, um den Schmerz irgendjemandes zu schmälern. Jeder Verlust von Leben ist eine Wunde. Aber Empathie sollte nicht selektiv sein oder durch Nationalität oder Narrative geprägt werden. Trauer sollte nicht davon abhängen, auf welcher Seite eines Ozeans jemand stand. Und in einer Welt, in der Krieg nicht nur historischer Inhalt, sondern eine echte, drohende Möglichkeit für Millionen heute ist, sind wir es uns selbst schuldig, all das Leiden anzuerkennen — gleichwertig, menschlich, ohne Grenzen.

#PeaceNow