Gold wird bei etwa 4.980 $ gehandelt, während Silber bei etwa 78 $ liegt, was das Verhältnis von Gold zu Silber nahe 64:1 bringt.
Diese Zahl sieht auf den ersten Blick normal aus — aber sobald man sie mit physischen Lieferungen und Tresordaten vergleicht, wird das Ungleichgewicht schwer zu ignorieren.
Bergbaurate: ~1:8
Für jede geförderte Unze Gold kommen ungefähr acht Unzen Silber aus dem Boden.
COMEX-Tresorverhältnis: ~1:11
Die Lagerbestände der Börse zeigen weit mehr Silber im Verhältnis zu Gold.
LBMA-Tresorverhältnis: ~1:3
Die Bestände im Londoner Tresor deuten darauf hin, dass Silber im Vergleich zu Gold erheblich knapper ist.
Doch trotz dieser Realitäten bewertet der Marktpreis Gold immer noch mit dem 64-fachen von Silber.
Diese Lücke besteht größtenteils, weil Gold von Zentralbanken als monetäres Reservevermögen behandelt wird, während Silber hauptsächlich als Industriedmetall gehandelt wird. Papiermärkte, Derivate und institutionelle Positionierungen spielen ebenfalls eine große Rolle dabei, das Verhältnis hoch zu halten.
Aber die Geschichte zeigt, dass extreme Abweichungen nicht ewig dauern.
Wenn sich das Verhältnis komprimiert, geschieht dies selten langsam — es schnippt.
Diese Bewegung kann geschehen durch:
• Silber, das Gold übertrifft
• Gold, das sich korrigiert, während Silber stabil bleibt
• oder ein Liquiditätsereignis, das beide Metalle neu bewertet
Wenn Silber beginnt, sich zumindest teilweise anzupassen, kann die Aufwärtsbewegung explosiv sein, aufgrund seiner kleineren Marktgröße und der engeren physischen Versorgung.
Für jetzt bleibt das Verhältnis gedehnt.
Und gedehnte Systeme neigen dazu, den Druck plötzlich abzulassen.
$XAU $XAG

