Es fühlt sich an, als stünde die Fed vor einem Thermostat und diskutierte über den genauen Grad, bei dem man aufhört zu schwitzen und anfängt zu zittern.
Eine Seite möchte warten und beobachten: Michael Barr sagt im Grunde „haltet eine Weile still“, bis es klare, anhaltende Abkühlung bei der Güterinflation gibt – insbesondere da der Preisdruck durch Zölle weiterhin ein Risiko darstellt.
Die andere Seite ist bereit zu handeln, wenn sich die Daten entsprechend verhalten: Austan Goolsbee sagt, „mehrere“ Kürzungen sind im Jahr 2026 möglich, wenn die Inflation überzeugend auf 2% zurückgeht – aber er betont beharrlich die hartnäckigen Dienstleistungspreise als das Sorgenkind.
Hier ist die harte Realität hinter der Debatte: Die Zinssätze liegen bereits bei 3,50%–3,75%, die Inflation ist nach wie vor ungleichmäßig (2,4% Überschrift CPI vs 3,2% Dienstleistungeninflation) und der Stellenmarkt ist nicht zusammengebrochen (+130.000 Stellen, Arbeitslosigkeit 4,3%).
Selbst die letzte Entscheidung zeigte die Spaltung in der Abstimmung: Die Fed hielt, 10–2, wobei Waller und Miran widersprachen, weil sie eine sofortige Senkung um 25 Basispunkte wollten.
Jetzt starren alle auf die Protokolle vom 16.–17. Januar, die um 14:00 Uhr ET (Mitternacht am 19. Februar in Pakistan) veröffentlicht werden, um zu sehen, wie das echte „grüne Licht“ für die nächste Senkung aussieht.
Fazit: Der Streit dreht sich nicht darum, irgendwann zu senken – es geht darum, ob die Inflation der Fed die Erlaubnis gibt, zu senken, ohne die Teile, die immer noch heiß laufen, wieder zu entzünden.
