Donald Trump hat gerade einen der aufschlussreichsten wirtschaftlichen Kommentare gemacht, die er seit Jahren gemacht hat.
Er sagte offen, dass die Ernennung von Jerome Powell zum Fed-Vorsitzenden im Jahr 2017 ein Fehler war - und dass er stattdessen Kevin Warsh hätte wählen sollen.
Dann kam die echte Bombe đ
Trump behauptete, Warsh hätte dazu beitragen kÜnnen, die US-Wirtschaft um bis zu 15 % mit einem anderen monetären Ansatz zu wachsen.
Das ist kein politisches Drama.
Das ist makroĂśkonomische Einsicht.
Um zu verstehen, warum das wichtig ist, mĂźssen Sie verstehen, was die Federal Reserve wirklich kontrolliert.
đŚ WAS DIE FED TATSĂCHLICH LEITET (EINFACH AUSGEDRĂCKT)
Die Fed âsetzt nicht nur die Zinssätze festâ.
Es kontrolliert:
⢠Liquidität im System
⢠Kreditverfßgbarkeit
⢠Risikobereitschaft
⢠Druck auf die VermÜgenspreise
⢠Die Geschwindigkeit des wirtschaftlichen Wachstums oder Rßckgangs
đ Strenge Politik â Kreditaufnahme wird teuer, Wachstum verlangsamt sich, VermĂśgenswerte komprimieren
đ Lockere Politik â KapitalflĂźsse, Risikobereitschaft steigt, Wachstum beschleunigt sich
Diese Effekte kumulieren Ăźber Jahre, nicht Ăźber Wochen.
âď¸ POWELL GEGEN WARSH: ZWEI SEHR UNTERSCHIEDLICHE PHILOSOPHIEN
Trumps Frustration mit Powell betraf immer nur eine Sache: Wachstumsbeschränkung.
Während Trumps Präsidentschaft:
⢠Powell priorisierte die Kontrolle der Inflation
⢠Die Zinsen wurden erhÜht
⢠Liquidität hat sich verschärft
⢠Die Märkte wurden volatil
Trump wollte einen Fed-Vorsitzenden, der aktiv Expansion, VermĂśgenspreise und wirtschaftlichen Schwung unterstĂźtzt â besonders wenn die Inflation noch keine groĂe Bedrohung darstellt.
Hier kommt Kevin Warsh ins Spiel.
Warsh wird allgemein als angesehen:
⢠Weniger aggressiv bei der Straffung
⢠Sensibler gegenßber VermÜgensmärkten
⢠Wachstumsorientierter, wenn die Inflation beherrschbar ist
Nicht rĂźcksichtslos â sondern wachstumsorientiert.
đ WAS BEDEUTET â15% WACHSTUMâ WIRKLICH?
Trump spricht nicht von Magie.
Er spricht Ăźber die politische Haltung.
Niedrigere und flexiblere Zinssätze kÜnnen:
⢠Kosten des Kapitals senken
⢠Unternehmensinvestitionen fÜrdern
⢠Konsumkredite erhÜhen
⢠VermÜgenswerte anheben
⢠Vertrauen stärken
Und wenn das Vertrauen steigt, bewegt sich das Geld schneller.
Das ist wirtschaftliche Beschleunigung.
đĽ DIE KERNDEBATTE: STABILITĂT GEGEN WACHSTUM
Das ist das älteste Argument in der Zentralbankpolitik:
⢠Powells Modell â Vorsicht, GlaubwĂźrdigkeit, langfristige Stabilität
⢠Warshs Modell â Beschleunigung, Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum
Powell schĂźtzt vor Ăberhitzung â selbst wenn das Wachstum leidet.
Warsh wĂźrde, in Trumps Sichtweise, härter pushen, um Potenzial freizusetzen â besonders während andere Länder aktiv ihre Wirtschaft ankurbeln.
â° WARUM DER TIMING JETZT WICHTIG IST
Die Märkte reagieren bereits hypersensibel auf:
⢠Zinssenkungen
⢠Inflationstrends
⢠Politischer Druck auf die Fed
Wenn ein ehemaliger â und mĂśglicherweise zukĂźnftiger â Präsident offen seinen Fed-Wahl kritisiert und eine alternative Vision fĂśrdert, verschieben sich die Erwartungen sofort.
đ Die Märkte warten nicht auf Wahlen.
đ Sie bepreisen Narrative frĂźhzeitig.
Das betrifft:
⢠Aktien
⢠Anleihen
⢠Immobilien
⢠Und ja â Krypto
đ§ DIE GROSSE LEHRE FĂR INVESTOREN
Die Ernennungen der Zentralbank sind wichtiger als fast jede politische Entscheidung.
⢠Steuererleichterungen laufen aus
⢠Ausgabenbeschlßsse enden
⢠Geldpolitik kumuliert stillschweigend ßber Jahre
Ein Fed-Vorsitzender kann einen gesamten wirtschaftlichen Zyklus prägen.
Trumps Eingeständnis dieses Fehlers ist im Grunde ein Eingeständnis von etwas Tieferem:
đ Personalentscheidungen kĂśnnen Ideologie Ăźberwiegen.
Sie kĂśnnen Wachstum versprechen â aber wenn die Institution, die die Liquidität kontrolliert, nicht einverstanden ist, wehrt sich das System gegen Sie.
đ§Š LETZTE WICHTIGE ERKENNTNIS
Es geht hier nicht wirklich um Powell gegen Warsh.
Es geht darum, wie fragil wirtschaftliche Ergebnisse gegenĂźber der FĂźhrungsphilosophie sind.
Zwei qualifizierte Ăkonomen.
Zwei sehr unterschiedliche Trajektorien.
Nicht, weil einer schlauer ist â sondern weil einer vorsichtiger ist.
Makroergebnisse werden nicht durch Absichten bestimmt.
Sie werden von Anreizen und Risikobereitschaft getrieben.
Ăndern Sie die Person an der Spitze der Fed â und oft ändert sich der gesamte Weg der Wirtschaft.
Ob Trump jemals wieder die Chance bekommt, diese Ernennung vorzunehmen oder nicht, die Botschaft ist bereits klar:
đ˘ Die nächste Fed-Ăra kĂśnnte ganz anders aussehen â und die Märkte beobachten bereits.
Die eigentliche Frage ist nicht, ob Powell ein Fehler war.
Es geht darum, ob die nächste Phase der US-Geldpolitik Zurßckhaltung wählt⌠oder Wachstum.
Denn diese Wahl bewegt nicht nur Charts.
Es beeinflusst Unternehmen, KapitalflĂźsse â und das nächste Jahrzehnt der Wirtschaft. đĽ

