Bitcoin (BTC) hat heute die Marke von 107.000 USD durchbrochen und damit einen neuen Höchststand erreicht. Der euphorische Anstieg war jedoch nur von kurzer Dauer, da sich die Anleger auf eine restriktive Zinssenkung durch die US-Notenbank vorbereiteten, was die Marktbegeisterung für risikoreichere Anlagen wie Kryptowährungen möglicherweise dämpfen könnte.

Es wird allgemein erwartet, dass die Fed ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf einen Bereich von 4,25–4,5 % senkt und seit September insgesamt um 100 Basispunkte senkt.

Das klingt zwar optimistisch, aber der Teufel steckt in der Botschaft. Die Prognose der Notenbank – die in ihrem neuesten „Dot Plot“ der Zinsprognosen vorgestellt werden soll – könnte weniger Zinssenkungen im nächsten Jahr ankündigen und damit die Erwartungen eines aggressiven Lockerungszyklus dämpfen.

Übersetzung: Die Fed ist noch nicht bereit, das geldpolitische Gaspedal zu drücken, und die Händler wissen das.

Wenn die Projektionen vom Mittwoch auf eine Verlangsamung der Zinssenkungen hindeuten, erwarten Sie, dass die Renditen von Staatsanleihen und der US-Dollar ihren Aufstieg fortsetzen. Für Bitcoin und andere risikobehaftete Anlagen könnte dies kurzfristige Gegenwinde bedeuten, da höhere Renditen eine Alternative zu spekulativen Wetten schaffen.

Das Spielbuch der Fed

Die Fed wird ihre Entscheidung am 18. Dezember um 14:00 Uhr ET bekannt geben, gefolgt von einer Pressekonferenz mit Vorsitzendem Jerome Powell. Alle Augen werden auf Folgendes gerichtet sein:

  1. Das Punktdiagramm: Prognosen für die Zinssätze bis 2026. Das Diagramm vom September deutete auf 2,5 Prozentpunkte Zinssenkungen hin, die die Raten unter 3 % drücken.

  2. Wirtschaftsprognosen: Wird die Fed zugeben, dass die Wirtschaft stärker ist als erwartet?

  3. Powells Ton: Eine taubenähnliche Haltung oder taubenfreundliche Beruhigung?

Ein Rückgang der erwarteten Zinssenkungen würde eine Wende markieren, insbesondere da die Fed monatelang Geduld angedeutet hat, während der unregelmäßige Verlauf der Inflation anhält.

Aber die makroökonomischen Rückenwinde für Bitcoin sind intakt.

Trotz kurzfristiger Nervosität bleibt BTC durch einige Schlüsselkräfte gestärkt:

  1. Saisonalität: Der Dezember war historisch gesehen freundlich zu Bitcoin, mit starken Jahresend-Rallyes als wiederkehrendes Muster.

  2. Regulatorische Hoffnungen: Die pro-Krypto-Stimmung des gewählten Präsidenten Trump trägt weiterhin zur Zuversicht der Anleger bei und deutet auf ein weniger feindliches regulatorisches Umfeld hin.

  3. Globale Liquiditätstrends: Während die Fed vorsichtig agiert, wird Chinas bevorstehende geldpolitische Lockerung voraussichtlich frische Liquidität in die globalen Märkte einspeisen und den Bullenkurs von Bitcoin ankurbeln.

🔶Eine große Woche für Inflationsdaten

Über die Fed hinaus werden die Märkte auch den Kernbericht über die persönlichen Konsumausgaben (PCE) am Freitag beobachten – das bevorzugte Inflationsmaß der Fed. Wenn die Inflationswerte sinken, könnte dies Wetten auf eine schrittweise Lockerung im nächsten Jahr verstärken. Wenn sie steigen? Nun, schnallen Sie sich an – taubenfreundliche Winde könnten stärker wehen.

Im Moment signalisiert die rasante Rallye von Bitcoin, dass die Anlegerlust für den Krypto-König stark bleibt. Die Frage ist nicht, ob BTC seine Höchststände zurückerobern wird, sondern ob eine vorsichtige Fed das Unvermeidliche hinauszögern kann.

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